Rüter, Wendt und Tellmann bekommen 1913 den Auftrag ein Schiff zu bauen, dass
man dann wieder in seine Einzelteile abbaut um es dann in Deutsch- Ostafrika
wiederum aufzubauen, wo es seinen Dienst verrichten soll. Die 3 Männer machen
sich als auf einen beschwerlichen Weg von Norddeutschland über Daressalam zum
Tanganikasee, wo der Götzen zusammengebaut werden soll.
Rüter, Wendt und Tellmann erleben eine spannende, aufreibende und von Krieg geprägte Zeit. Denn der 1.WK macht einen dicken Strich durch die Rechnung der Männer, deren Aufenthalt von einem Jahr (also so lang der Schiffsbau dauert) auf unbestimmte Zeit hinausgedehnt wurde und dass sie plötzlich der Armee dienen sollten im tiefen Afrika wollte ihnen auch nicht so recht einleuchten. Auf der anderen Seite vom Tanganikasee, der übrigens von 3 Ländern in Anspruch genommen wird (England, Belgien und Deutschland) und später zum Kriegsschauplatz wird, quasi der 1. WK im kleinen Rahmen, wartet der vom Schicksal stets übergangene seiner Meinung nach hoch talentierte Spicer Simson, der den Auftrag hat ein deutsches Schiff unfähig zu machen. Schon lange wartet auf seinen großen Tag und das soll er werden. Capus erzählt mit einem unterschwelligen aber unglaublich gut getroffenen Humor die Andersartigkeit und die daraus resultierende Faszination und die Beschwerlichkeiten des schwarzen Kontinents. Die Figur des wohl ältesten Leutnants Simson ist besonders gut getroffen, pflichtbewusst aber unfähig, ein prahlerischen Fantast. Fazit
Ein unterhaltsames Buch über eine wahre aber doch sehr skurrile Begebenheit im
heißen Afrika. Lesenswert!
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