Jenny-Mai Nuyen: Das Drachentor

Das Drachentor

Verlag: C. Bertelsmann Jugendbuch Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-570-30388-7

Preis: 0,79 Euro bei Amazon.de [Stand: 04. Dezember 2016]
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Geschichten über Drachen gibt es genug und Jenny-Mai Nuyen hat die Geschichten um sie nicht neu erfunden. Dafür geht sie das Thema etwas anders an und macht den Leser wieder neugierig auf die Geschichte. Ahiris Kinder, die Kinder des Schicksalsgottes, haben es in ihrer Macht, den Lauf der Welt zu ändern. Die Ahira sind es, die in der Lage wären, die Zukunft zu gestalten, ohne Kriege.

Revyn ist ein Junge mit eine Drachenherz. Er gehört der Menschenrasse der Haradoner an, hat aber nichts für deren kriegerisches Wesen übrig. Er schließt sich dennoch den Kriegern an, weil ihn seine dunkle Vergangenheit bedrückt. In der haradonischen Hauptstadt Logond lässt er sich zu einem Drachenreiter ausbilden. Der Umgang mit den mächtigen Wesen ist der einzige Trost in seinem Leben. Der Trost schlägt jedoch bald in angst um. Immer wieder verschwinden Drachen und niemand kann sagen, was aus ihnen wird. Als es einem Mädchen in einer Nacht und Nebel Aktion gelingt, fast alle Drachen zu befreien, macht er sich auf dem Weg, das Rätsel der Drachen zu lösen.

Alasar ist ein Myrdhaner, den der Krieg formte. Er ist verbittert und will mit der Welt nichts mehr zu tun haben. Als das Heer der Haradoner aufziehen sieht, will er sich nicht als Opfer darbieten aber auch nicht als Kämpfer abschlachten lassen. Mit den letzten Bewohnern seines Dorfes und seiner Schwester Magaura flieht er in die Berge und sucht den Schutz der dortigen Höhlen auf. Kaum haben er und die Kinder, denn es sind fast ausschließlich Kinder, die Höhlen erreicht, da legen die Truppen das Dorf in Schutt und Asche. Als geborener Anführer weiß er wie man andere überzeugt. Er kann in den Höhlenkindern immer wieder Begeisterung erwecken und dadurch gelingt es ihm immer wieder, seine Aufgaben zu erledigen. Allerdings bedenkt er nicht, dass sich die Kinder entwickeln, erwachsen werden und einen eigenen Willen entwickeln. Auch seine Schwester Magaura mag sich nicht ständig ihm unterordnen. Den Argumenten seines Freundes Rahjel zeigt er sich abweisend und jede Kritik wertet er als Verrat an ihm.

Prinzessin Ardhes von Awrahell ist die Hoffnung der Elfen. Die Menschen verdrängten sie aus ihrem angestammten Land und trotzdem hoffen sie auf eine friedvolle Zukunft. Aber ihre Mutter, Königin Jale hat andere Pläne. Sie, eine geborene Haradonin, ehelichte den Elfenkönig Octaris nur, um an dessen Macht teilzuhaben. Die Königinmutter ist eine verlogene Intrigantin und bedrängt ihre Tochter Ardhes zu einer Heirat mit einem Menschen, denn ihr endgültiges Ziel ist es, die Elfen endgültig zu vertreiben. Doch es gelingt ihr nicht so recht, denn Königin Jale wird mit ihrem Geliebten gesehen. Ihr Gemahl Octaris ist hingegen ein willensschwacher Mann, der alles um sich herum registriert, aber nicht regiert. Ardhes bewundert die Gaben ihres Vater aber ob seiner Schwäche und der gifitgen Mutter verachtet sie beide.
Fazit
Jenny-Mai Nuyen benötigt für ihre Erzählung ein wenig Zeit, bis sie wirklich spannend wird. Doch diese Zeit ist nicht vertan. Im Gegenteil, durch die liebevolle Beschreibung und das langsame Einführen des Lesers in ihre Welt fühlt man sich gleich zu Hause. Nichts wirkt zu fremd oder abweisend. Wer sich auf die Erzählung einlässt, findet sich in einer bezaubernden Welt wieder. Eine Prophezeiung, eine Vision, ausgesprochen vom Elfenherrscher Octaris, ist die Grundlage.

Es gibt in dieser Erzählung keinen wirklichen Bösen, egal ob Gott, Dämon oder Tyrannen, den es zu besiegen gilt. Das Böse, so man es sucht, findet sich in den Menschen und in ihren Handlungen wieder. Gleichzeitig gibt es aber auch keine strahlenden Helden. Daher ist die Geschichte so sympathisch. Wer einen Roman mit schwertschwingenden Helden oder abenteuerlichen Reisen erwartet, wird enttäuscht. Andererseits ist es ein gut lesbarer Roman, der durch seine frischen Ideen und der leichten Erzählung überzeugt. Ich denke mir dass die junge Münchnerin in dieser Welt noch weitere Romane ansiedeln wird.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 11. Juli 2008

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