Der Roman beginnt mit einer kurzen Zeremonie, geht weiter zu einem Mädchen
namens Priscilla Mendoza, die auf einem Planeten ausgesetzt wird. Also ganz
normal für einen Roman, der sich langsam zu einer spannenden Geschichte
entwickelt. Das Schicksal meint es nicht gut mit Priscilla. Die Flucht von ihrem
Heimatplaneten ist schnell erzählt, der Grund dahinter bleibt etwas länger
verborgen. Als Kind wuchs sie auf einem Planeten auf, der sehr religiös
ausgerichtet war. Sie besitzt die Gabe der Empathie, die weiter ausgebildet
wurde. Ihr Leben scheint als Heilerin in einer der angesehensten und vornehmsten
Familien der Galaxis scheint ihr vorherbestimmt zu sein. Ihr Fehler ist es,
mittels eines Rituals, dass sie von der Eignung her noch gar nicht ausführen
dürfte, Menschenleben zu retten. Der Ausstoß aus der Kaste bereitet ihr den Weg
zu den Sternen. Auf einem der Liadenschiffe heuert sie als Hilfskraft an. Die
Humanoiden, die die Schiffe fliegen, sind die einzigen, die regelmäßig den
Warenverkehr zwischen den Sternen aufrecht erhalten. Allerdings auch anderes,
denn Priscilla entdeckt, dass der Händler auf ihrem Schiff mit Drogen handelt.
Das führt zur oben genannten Aussetzung auf einem fremden Planeten. Die
Händlergilde der Liaden ist sehr ritualisiert, die Beziehungen untereinander
sind dicht verwoben. Ihr größtes Talent ist jedoch, mit praktisch Allem und
Jeden Handel treiben zu können. Daher wird es für Priscilla Mendoza schwer,
Rache an dem Händler und seiner Handlangerin zu üben. Vor allem mit Dagmar, dem
Zweiten Maat hat sie noch eine Rechnung offen, weil Dagmar sie nicht nur in eine
Falle lockte, sondern auch noch ihre Ohrringe, ein Geschenk ihre Großmutter,
stahl. Von dem Planeten kommt sie nur mit gefälschten Papieren weg. Der Kapitän
des Schiffes gibt Priscilla eine Chance. Unsere Heldin nutzt sie, aber es kommt
immer wieder zu Problemen. Hin und wieder trifft sie auf ihre alte Mannschaft.
Anschläge auf das Schiff und die Mannschaft folgen. Eine Art Blutrache beginnt.
Fazit
Das Autorenpaar lässt uns nicht nur an den Rachegelüsten von Priscilla Mendoza
teilhaben, sondern praktisch an ihrer Seite erkunden wir das Universum, welches
Sharon Lee und Steve Miller entwarfen. Damit wird der Leser aber zum einzigen
Freund von Priscilla. Allerdings merkt sie nichts davon, wenn wir an ihrer Seite
Freud und Leid teilen. Ein Buch das uns Geheimnisse eröffnet, die sicherlich
erst in den Folgebänden richtig zum Tragen kommen. Man könnte jetzt durchaus
hingehen und mit David Weber oder Luis McMaster Bujold Vergleiche ziehen. Aber
man muss nicht.
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