Im Januar 2006 macht die Polizei im schwedischen Hudiksvall eine furchtbare
Entdeckung: 18 Menschen wurden auf grausame Weise getötet. Unter den Toten sind
auch die Adoptiveltern der Mutter von Richterin Brigitta Roslin. Als diese
krankgeschrieben wird, beginnt sie zu recherchieren. Eine Spur führt nach China
und reicht weit in die Vergangenheit. Als Brigittas Freundin Karin Wiman sie
bittet, sie auf einer Reise nach Peking zu begleiten, ergreift Brigitta die
Gelegenheit am Schopf und reist ins Reich der Mitte. Sie weiß nicht, was sie von
dieser Reise erwarten soll. Sie wird überfallen und macht die Bekanntschaft mit
der Chinesin Hong Qui, die ihr nach dem Überfall zur Seite gestellt wird.
Brigitta ahnt nicht, dass es genau Hongs Bruder Ya Ru ist, der die Fäden in der
Hand hält.
Nicht zuletzt durch seine Wallender-Romane ist Henning Mankell zu einem der beliebtesten Autoren in Deutschland geworden. Sein neuer Roman "Der Chinese" ist dabei sowohl Krimi, als auch historischer Roman und subtile Gesellschaftsanalyse. Gekonnt verwebt der Schwede alle Ebenen zu einem besonderen Roman. Anfangs etwas undurchsichtig, hat der Roman seinen ersten Höhepunkt, als Mankell die Geschichte des Chinesen San erzählt, der zusammen mit seinen Brüdern Guo Si und Wu aus China entführt wird und in Amerika beim Bau der Eisenbahn helfen muss. Diese Ereignisse schreibt er in seinen Memoiren auf, deren Folgen bis ins Jahr 2006 reichen. Aus verschiedenen Blickwinkel erzählt Henning Mankell einen Roman, der sicher nicht zum Nägelkauen einlädt, aber auf subtile Weise, einen roten Spannungsfaden enthält, der den Hörer fesselt. Egal ob man San durch Amerika folgt, mit Brigitta Roslin versucht, hinter das Geheimnis der Morde zu kommen oder mit Hong durch das moderne China wandelt, jeder Part hat seine Berechtigung und kann durch spannende Handlungsfäden überzeugen. Lediglich an machen Stellen hat man den Eindruck, als würde noch etwas kommen. Dies ist sicher der Tatsache geschuldet, dass der Roman in Hörbuchform nur in gekürzter Fassung vorliegt. Gesprochen wird auch diese Mankell-Geschichte von Axel Milberg. Der bekannte Schauspieler ist die prägnante Stimme des Hörverlages wenn es um Geschichten von Henning Mankell geht und trägt auch diesen Roman überragend vor. Fazit
Alles in allem eine hörenswerter Roman, der trotz gekürzter Fassung, auch in der
Hörbuchform absolut überzeugen kann. Henning Mankell zeigt einmal mehr, dass
gute Kriminalliteratur nicht immer blutrünstig sein muss.
Das Geheimnis des Feuers Das Rätsel des Feuers Der Chinese (Belletristik) Der Mann, der lächelte (Krimi) Der Mann, der lächelte (Hörbuch) Die Brandmauer Die weiße Löwin Eiskalt wie der Tod Kennedys Hirn Mittsommermord Mörder ohne Gesicht Mörder ohne Gesicht Mörder ohne Gesicht Tiefe Tod in den Sternen weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez3377.htm weiterführende Links:
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