Algis Budrys verlagerte die Handlung seiner Erzählung in die 1980er Jahre mit
einem neuen Kalten Krieg zwischen Nato und Warschauer Pakt. Ein amerikanischer
Atomphysiker arbeitet an einem geheimen Projekt nahe der Grenze, die den Osten
vom Westen trennt. Sein Versuch ist jedoch nicht ganz erfolgreich, da sich im
Labor von Dr. Lucas Martino eine verheerende Explosion ereignet. Von einem
Einsatztrupp aus dem feindlichen Osten schwer verletzt gerettet wird er
körperlich wieder hergestellt, jedoch nach Kunst der Wissenschaft, so dass er
eher eine Maschine zu sein scheint, als ein Mensch. Ihm wurde ein Arm durch eine
Prothese ersetzt und anstelle des Kopfes besitzt er eine Metallkugel mit
künstlichen Augen. Nach vier Monaten wird er entlassen und in den Westen zurück
geschickt. Mit all seinen künstlichen Ersetzungen sieht er nicht nur verändert
aus, sondern auch nicht vertrauenswürdig. Geradezu paranoid reagiert der Westen,
als er den Wissenschaftler nicht gleich identifizieren kann. Sie setzen Agent
Shawn Rogers auf ihn an. Zwar sind die verbliebenen Fingerabdrücke die des
Forschers Martino, aber ist es auch sein Gehirn? Der Geheimdienst will den
ehemals verschlossenen Mann an Hand seiner Erinnerungen identifizieren, was sich
als schwierig erweist. Martino kann anhand seiner Erinnerungen, zumindest der
überprüfbaren, seine Existenz beweisen. Der Geheimdienst ist jedoch nicht
überzeugt, denn so wie Martino ihnen antwortet, hätte er auch alle Geheimnisse
dem östlichen Geheimdienst verraten können.
Inzwischen versucht Lucas Martino zu einer ehemaligen Freundin Kontakt herzustellen. Aus einer Beziehung wird nichts und Martino zieht sich auf die Farm seines Vaters zurück, ein Leben als Farmer in Aussicht. Später taucht Rogers erneut auf und erzählt Martino, die Regierung will sein gescheitertes Forschungsvorhaben weiterführen und benötigt ihn als Wissenschaftler. In diesem Augenblick hatte Martino jedoch bereits mit seinem Forscherleben abgeschlossen und behauptet dreist, er sei nicht Martino. Fazit
Betrachtet man den deutschen Titel, Zwischen zwei Welten, kommt man nicht umhin,
länger darüber nachzudenken. Ist es die politische Lage? Zwischen Ost und West
in einer militärischen Patt-Situation zu stecken, oder ist es eher die Frage,
wer bin ich jetzt - wer war ich früher? Mit dem Originaltitel who? lässt sich
die Frage viel einfacher und schneller stellen. In einer möglicherweisen
Spionagegeschichte verbirgt sich weit mehr. So lässt sich die Geschichte
durchaus als eine Charkterstudie ansehen, die gleichzeitig beweist, Budrys ist
einer der führenden SF-Autoren der damaligen Zeit gewesen. Mit nur wenigen guten
Werken machte er sich einen ebensolchen Namen. Der Roman wurde übrigens 1974 unter dem Titel Der Mann aus Metall mit John Gold sehr wortgetreu und inhaltsnah verfilmt. weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez3319.htm weiterführende Links:
noch keine Links vorhandenLink vorschlagen zu: Algis Budrys, Zwischen zwei Welten (zu dieser Rezension), Zwischen zwei Welten (allgemein zu diesem Buch) Vorgeschlagen von erik schreiber
[Profil] | ||||