Das dreizehnjährige Mädchen Alea wächst im Land Gaelia auf, das nach der Karte
an Irland erinnert. Gaelia zerfällt in unzählige kleine Reiche, die in ständig
neuen Verbindungen miteinander Krieg führen, damit der nächste Nachbar nicht zu
viel Macht, Land und Leute sein eigen nennt. Doch damit nicht genug. Es gibt da
die christlichen Mönche, die sich in alles einmischen und die Menschen vom
Glauben an ihre Moira abbringen wollen. Ihre Bekehrungen sind dabei gar nicht
willkommen, ebenso wenig wie die dunklen Herrscher, mit ihren Gorgunenheeren,
die Gaelia unterwerfen wollen.
Die Ausgangssituation für Alea ist nicht gerade die beste, um in Gaelia in Frieden zu leben. Ein wundersamer Ringfund vermittelt dem Mädchen grosse Macht. Der Ring macht sie zum legendären Samildanach, erfüllt von magischen Kräften, gegen die selbst die Druiden nicht ankommen. Doch Alea ist ein Mädchen, dass eher skeptisch ist. Was soll sie mit den Kräften anfangen? Andere wissen da wohl mehr, denn etliche versuchen das junge Mädchen unter ihre Kontrolle zu bringen. Dagegen hat Alea aus verständlichen Gründen etwas. Sie will ihr eigener Herr sein und nicht Erfüllungsgehilfin von jemand anderem. Bevor sie, oder ihre neu gewonnene Kraft, von Jemanden missbraucht wird, macht sie sich auf den Weg, um mehr herauszufinden. Sie hat von einer Bibliothek gehört, in der es Bücher geben soll, die über ihre Kraft und über Samildanach Auskunft geben könnte. Auf ihrer langen Reise schliessen sich ihr drei Personen an. Da ist der Zwerg Mjölln, die junge Bardin Faith und der seltsam geheimnisvolle Druide Phelim. Die drei werden auf ihrer Reise langsam zu Freunden und helfen ihr, die Gabe zu verstehen. Unterwegs treffen sie auch auf die weisse Wölfin Imala, die Alea bereits das Leben rettete. Alea spürt eine seltsame Verbindung zur Wölfin, kann sich diese aber nicht weiter erklären. Während das Grüppchen unterwegs ist, versinkt Gaelia im Krieg der Fürstentümer. Aber auch das alte Volk der Tuathan taucht plötzlich aus der Vergessenheit auf. Die düsteren Heerscharen mit ihren Monstern und Gorgunen kommen, die Toten erheben sich aus ihren Gräbern und man ist dabei schwarze Magie einzusetzen. Fazit
Das Land wird in der Beschreibung dem real existierenden Irland angeglichen. Das
sagenhafte Volk der Tir Thuatha tritt auf, die Insel Britannia wird erwähnt, aus
dem auch die Mönche kommen, und andere Begriffe mehr sorgen für die
entsprechende Vorstellungskraft. Die Entwicklung von Alea geht mit grossen
Schritten voran, ab dem Zeitpunkt, wo sie die fremde Kraft akzeptiert und
versucht zu beherrschen. Die Welt wird durch die Nennung bekannter Namen
durchaus vertrauter und langsam rundet sich das Bild ab, das man von Alea hat.
Die geradlinige Erzählung des französischen Autors macht es nicht erforderlich,
selbst zu denken. Man wird, bildlich gesprochen, an die Hand genommen und durch
die Erzählung geführt.
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