Das Leben für Samuel ist nicht gerade rosig. Sein Vater ist verschwunden, daher
wohnt er, wie auch seine Cousine Lili bei seinen Grosseltern. Lilis Eltern sind
geschieden und Tante Evelyn ist mit ihrem neuen Freund ständig unterwegs und
kann sich nicht um ihre Tochter kümmern. Sein Geburtstag fängt nicht gerade toll
an. Erstens hat er keine Lust aufzustehen, zweitens keine Lust am Judo Wettkampf
teilzunehmen. Und drittens versaut ihm den Tag nun vollständig. Er fährt mit
seinem Skateboard seinen ärgsten Widersacher um und zerstört dessen Platinen für
den Rechner, den er aufmotzen soll. Monk ist wenig amüsiert über diesen Vorfall
und will gleich Sam verprügeln. Nur weil eine Erwachsene dazwischengeht passiert
nichts. Zudem fällt der Wettkampf aus und wurde auf den nächsten Samstag
verschoben.
Also nutzt er die Zeit und macht sich auf, seinen Vater zu suchen. Als erstes beginnt er im Buchladen seines Vaters. Als er ihn dort nicht findet fragt er beim schwerhörigen Nachbarn nach. Aber auch der hat den Vater nicht gesehen. Wieder zurück in der Buchhandlung beginnt Sams Abenteuer. Er findet im Keller der Buchhandlung einen seltsamen Stein, in den eine dazu passende Münze gehört. Kaum hat er die Münze in die Vertiefung eingeführt, schon verändert sich die Welt für ihn. Plötzlich befindet er sich im tiefsten Mittelalter. Auf der Insel Iona droht ein Überfall der Wikinger und es gilt den Schatz der Mönche dieser Insel zu retten. Als die Wikinger auftauchen, durch Verrat eines Mönchs, kann Sam mit knapper Not entkommen. Diesmal taucht er im ersten Weltkrieg in Frankreich auf, wo er einen französischen Soldaten das Leben retten kann. Bei einem Angriff der Deutschen gelingt ihm auch diesmal wieder die Flucht. Immer noch nicht zu Hause, landet er im Grabmal eines Pharaos. Samuel fand immer noch keinen Hinweis auf seinen Vater. Erst als er wieder zu hause ist, gelingt ihm dies mit Hilfe seiner Cousine. Bei seinen Grosseltern herrscht etwas Aufregung, weil Samuel einen ganzen Tag lang verschwunden war. Wenn er jedoch die Zeit seiner Abenteuerreise zusammenzählt, war er länger als eine Woche weg. Und dann geht es für ihn schliesslich nach Rumänien. Er vermutet, dass sein Vater sich dort befindet. Fazit
Das Jugendbuch ist sehr abwechslungsreich. Der Autor versteht es, den Jungen
Samuel gut zu beschreiben und ihn auch innerhalb der Abenteuer nicht als
Superhelden auftreten zu lassen. Im Gegenteil bleibt er in jeder Situation nur
ein Kind. Mit all den Problemen die Kinder in der Welt der Erwachsenen zu
bestehen haben. Was mir besonders auffiel war, dass die beteiligten Kinder immer
nur mit einem Elternteil gesegnet sind. Entweder geschieden, verstorben,
verschwunden oder sonst wie nicht anwesend. In der weiteren Handlung ist das für
die Abenteuer Samuels natürlich günstig, da man als Autor nicht auf die Nöte
der Eltern eingehen muss. Die Nörgelei übernimmt dann Tante Evelyn, die den
Junge gern im Internat sehen würde und der neue Freund ist eifrig dabei. Neben
dem Abenteuer Samuels, der griffigen Beschreibung der Personen, der
erlebnisnahen Beschreibung der Handlungsorte hat mir der Schreibstil gut
gefallen. Die Qualität des Buches ist gelungen. Mittels Prägedruck sind Teile
erhoben dargestellt, die Komplette Herstellung sieht aus wie ein altes Buch, mit
entsprechenden Beschädigungen. Von Qualität, Inhalt und Ausstattung eines der
Besten Bücher in diesem Jahr.
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