David Hunter, eine Londoner forensischer Anthropologe, den ein traumatisches
Familiedrama aus seinem alten Leben ins verschlafene Manham flüchten lässt.
Dort arbeitet in der ländlichen Anonymität in einer Hausarztpraxis mit Henry.
Er ist schon 3 Jahre in Manham und fühlt sich noch immer wie ein Fremder, als eine weibliche stark verweste Leiche im Wald gefunden wird. Wer ist sie und WER ist der Mörder? Die sturen und ignoranten Bewohner glauben, es sei ein Fremder, sie kennen sich schließlich untereinander und ein Mörder wäre mit Sicherheit aufgefallen. Doch als eine einheimische junge Frau verschwindet, geht die Angst um. Hunter erzählt niemanden, was er früher vom Beruf war, aber der leitende Kriminalist findet es heraus und bittet ihn fortan um Hilfe, bis er tiefer in der Sache drin steckt als im lieb ist. Er ist eine interessante Figur, mit all seinen unverarbeiteten Erlebnissen und seiner in sich gekehrten Art. Becketts Krimi ist spannend, unheimlich, teilweise Ekel erregend, offenbart die unheimlichen Tiefen eines menschlichen Charakters und wie sehr man über den Eindruck eines anderen im Irrtum sein kann- gerade die in sich "perfekte" Manhamer Bevölkerung sollte das am eigenen Leib spüren. Beckett führt uns über viele Wege, die meisten Irrwege, in denen Beckett diverse Verdächtigungen verstreut, lässt den Leser nicht auf die richtige Spur kommen. Was vielleicht stört sind Sätze wie "...doch es sollte anders kommen", "...das sollte das letzte Man für lange Zeit sein...", die die Spannung vorwegnehmen. Fazit
kurzweiliger Krimispaß mit einigen Überaschungsmomenten.
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