M. F. W. Curran: Wächter der Schatten

Wächter der Schatten

Verlag: Goldmann Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-442-46546-0

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Wächter der Schatten, den dieses Buch trägt, soll sicher an die Erfolgsromane von Sergej Lukianenko erinnern, ohne irgendwelche Ähnlichkeiten aufzuweisen. Der geheime Krieg, wie die Übersetzung lauten müsste, passt viel besser zu diesem Roman. Denn mit Krieg beginnt er, mit Kämpfen wird er fortgeführt und mit einem kleinen Sieg endet das Buch. Herr Curran beschreibt mit seinen Hauptfiguren, Captain William Saxon und Lieutenant Kieran Harte als erstes nicht etwa die Schlacht bei Waterloo, als die vereinigten Truppen unter Wellington und Blücher Napoleon schlagen, sondern das Aufräumen danach. Suchen von Verletzten, einsammeln und begraben der eigenen Toten. Dabei bleibt er in seiner Sprache recht deutlich, ohne zu beschönigen oder zu übertreiben. Der Gegensatz zum Tod, und den Greuel des Krieges sind die gepflegten Gestalten der aus gutem Haus oder adligen Haus stammenden Offiziere. Zwar werden auch sie verwundet und verletzt, doch der Tod liegt bei den Gemeinen.
Saxon und Harte gehören zu den Offizieren der Dragoner des ersten königlichen Regiments, die eigentlich in Brüssel liegen sollten, während sich die Toten Bergeweise auf dem Schalchtfeld stapeln. In Gembloux, einem kleinen belgischen Ort, lässt sich Kieran Harte von einer Witwe versorgen, die sich um ihn und seine Wunde kümmert. In dem Ort wird eine Siegesfeier veranstaltet in die ganz plötzlich wieder der Tod Einzug hält. Eine riesenhafte Gestalt fegt durch die Feiernden und nur der wagemutige Einsatz eines der Dragoner, der dem Hünen den Kopf abschlägt, sorgt für ein Ende des Schreckens. Kurzfristig, denn der wütende Mörder verändert sich und nimmt die Gestalt eines Menschen an. Ohne dass alle es laut aussprechen ist klar, hier ist Magie im Spiel. Die Spur führt zu einer Hexe und einer seltsamen kleinen Pyramide, die einem Dämonen als Tor in unsere Dimension dient. Wieder in der Heimat werden die beiden Dragoner von weiteren Morden in ihrer Umgebung heimgesucht. Lediglich ein ältlicher Mann ist in der Lage zu helfen, als sie von einem Vampyr angegriffen werden.
Fazit
Ab jetzt beginnt eine seltsame Reise nach Rom und von da aus nach Oberitalien, um weitere Vampyre und ähnliche zu bekämpfen. Allerdings wird das folgende etwas unlogisch. War zuerst noch ein Handlungsfaden erkennbar, die suche nach der Bedeutung der Pyramide, der Kampf gegen den Vampyr, entwickelt sich sich leider nichts, sondern verwickelt sich alles. Es ist sehr unrealistisch, dass plötzlich ein Superwesen auftaucht und im Anblick des Todes den beiden Dragonern hilft. Wo war es in London, wo war es in Gembloux? Herr Curran lässt seiner Phantasie freien Lauf, auf Kosten der Glaubwürdigkeit der Handlung.
Folgt man der Handlung, denkt nicht darüber nach, so bleibt ein spannendes Buch. Möchte man jedoch etwas mit 'Hand und Fuss', so würde ich diesen Roman nicht empfehlen. Stilistisch ist er jedenfalls in Ordnung. Ob das jedoch am britischen Autor oder eher an seinem deutschen Übersetzer Michael Nagula hängt, lasse ich einmal unkommentiert dahin gestellt, denn ich kenne das Original nicht.
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 06. Mai 2008

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