Hamburg, Mord in der Speicherstadt. Kommissarin Sabine Berner ist mit der
Ermittlung beauftragt. Aber es ist nicht der einzige Mord, den Sabine Berner
aufklären muss. Bei diesem Mord trifft die aus dem Schwabenland (ein Alter-Ego
der Autorin) stammende Polizistin auf den Vampir Peter von Borgo, ohne diesen
als Vampir zu erkennen. Wer erwartet so etwas auch schon in der heutigen Zeit.
Er selbst ist ein überbleibsel des Jahres 1610. Damals wurde er in Wien geboren,
lebt aber bereits seit fast zweihundert Jahren in Hamburg. Peter von Borgo wird
zuerst recht dämonisch dargestellt, flacht mit seiner Figur im Laufe der
Handlung ab. Der Vampir ist begierig auf Sabine, weil der Duft ihres Blutes
(daher auch der Buchtitel) ihn an eine Freundin erinnert, die er aus versehen
umbrachte. Seine Liebe starb am rasenden Blutdurst von ihm und seiner
Leidenschaft zu ihr. Jetzt ist die Kommissarin das Opfer seiner Begierde und
versucht sich an sie heran zu machen. Sabine hat jedoch noch ganz andere
Probleme. Zum einen dieser Mordfall, wo sich Peter an sie heranmachen will,
Ihren Ex-Mann, der ihre Tochter immer zur unrechten Zeit wieder nach hause
bringt, obwohl er das Sorgerecht hat. Kurz darauf verschwindet eine
Prostituierte mit ihrem Kind. Die Frau wird von Peter von Borgo, der sich
inzwischen als Privatdetektiv ausgibt, gefunden. Er gibt Frau Berner den Hinweis
auf die Leiche bei Pinneberg. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt, als nach dem
Kind gefahndet wird. Von Borgo wird immer etwas aufdringlicher, aber in
charmanterer Art als ich schriftstellernder Nachbar.
Fazit
Im Vergleich zur zweiten Auflage 2003 bei Knaur wurde der Roman leicht
überarbeitet und die DM sind inzwischen in Euro umbenannt. Die Überarbeitung hat
jedoch nicht viel Erfolg gebracht. Ich hatte gedacht, dass die Mischung aus
Gruselroman, Vampir-Liebes-Schmonzette und Krimi seit damals eine positive
Veränderung erfahren hätte. Doch scheint mir, die Buchbesprechungen von 1993 und
2003 wurden nicht gelesen. Sonst hätte man jetzt doch noch etwas mehr daraus
machen können. Die handelnden Figuren des Romans bleiben oberflächlich, die
Autorin nutzt alle Klischees aus und lediglich die historischen Bestandteile der
Hansestadt konnten mich überzeugen. Wenn das Hauptanliegen ein Krimi war, dann
bin ich nicht überzeugt, er ist nur begrenzt spannend. Das Hin und Her zwischen
Peter und Sabine ist das einzig spannende.
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