Erzählt werden zwei Geschichten. Die eine von einem Kater Murr, der seine eigene
Autobiographie schreibt. Die zweite Geschichte erhält der Leser mehr auf grund
eines Zufalls, denn der Kater hat beim Niederschreiben die Blätter des
Kapellmeisters Johannes Kreisler verwendet, auf dem der seine Biographie
niedergeschrieben hatte. So springt die Geschichte zwischen den beiden Autoren
hin und her. Des Katers Geschichte ist einigermaßen chronologisch, die des
Kapellmeisters nicht. Der Leser muss schon genau aufpassen, was er da gerade
liest.
Der Kater berichtet nicht nur sein eigenes Katzenleben, sondern auch seine Freundschaft zu dem Pudel Ponto und seine schwärmerische Liebesbeziehung zur Katze Miesmies. Auch die Menschen, denen die Tiere gehören werden kritisch betrachtet und beschrieben. Hier schafft der Autor quasi eine Froschperspektive, aus der er die Gesellschaft und deren Werte in Frage stellen kann. Die zweite Biographie um den Kapellmeister Kreisler ist da ungleich schwerer zu erfassen. Auch der Kapellmeister hat so seinen Liebeskummer. Glaubt an reine Ideale, die er in der Realität nicht vorfindet. Lustig wird die Geschichte immer an jenen Stellen, wo der Kater über seinen Herrn berichtet und wo Kreisler über seinen Kater nachdenkt, den er anfangs so gar nicht leiden mag. Fazit
Die Geschichte ist humorvoll erzählt und kann als Gesellschaftssatire aufgefasst
werden. Allerdings keine leichte Kost.
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