Lucy, 26, wird von ihren Arbeitskolleginnen gezwungen mit ihnen zu einer
Wahrsagerin zu gehen. Diese sagt ihr voraus, dass sie noch innerhalb des Jahres
heiraten werde. Lucy schenkt dem natürlich keinen Glauben, wär ja noch
schöner.
Aber die Vorhersagen für die 3 anderen werden (mehr oder weniger) wahr, da beginnt sie zu überlegen. Doch es ist nicht nur ein Mann der zur Wahl steht... wer wird es werden? Lucy hat kein Glück bei den Männern, irgendwie sucht sie einen ganz speziellen Typ Mann, den sie noch nicht getroffen hat, der hart aber herzlich sein soll, aber kein Softie. Schon seit ihrer Jugend leidet sie unter Depression, die immer wieder mit Vorzeichen auftaucht, aber nicht alle wissen davon. Sie wohnt in einer WG mit Charlotte, 23 und Karen, 29. Keyes erzählt nicht nur die Geschichte, wie man den Richtigen findet und welche Hürden sich da einer Frau in den Weg stellen, sondern von einer schweren psychischen Erkrankung und welche Anstrengung diese den Patienten abverlangt. Lucy ist nicht schwer depressiv, aber es reicht, dass sie immer wieder an Selbstmord denkt (aber das tut sie meistens, wenn sie sich nicht aufraffen kann, zur Arbeit zu gehen). Es ist keine "glossy" Story. Es sind Figuren mit "working class"- Background, die in schlecht bezahlten Jobs dahin vegetieren und reale Probleme, Alkoholismus und Arbeitslosigkeit in der Familie etc, haben. Lucy ist keine Karrierefrau, sie kann sich für kaum was wirklich begeistern, außer fürs regelmäßige Weggehen und "nieder löten", es dann bereuen und Besserung schwören (aber nur bis zum nächsten Wochenende). Für eine Leser, die zielgerichtet und motiviert sind, wird Lucy nur schwer gefallen. Sie ist weder ordentlich (ihr gehen regelmäßig die Unterhosen aus), noch konsequent, noch zielorientiert. Eigentlich kriegt sie kaum was auf die Reihe, sie lässt sich einfach treiben, hasst ihren Job (wo sie, ehrlich gesagt, kaum einen Finger rührt) und auch sonst gibt es wenig, was sie glücklich macht. Fazit
Im Gegensatz zu anderen Keyes- Roman ist dieser kein "page turner". Es
fehlt das typische Keyes- Flair, der lockere Ton und Humor. Es ist irgendwie
düster...
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