Jim Lynch: Gefährliche Gezeiten

Gefährliche Gezeiten

Verlag: Bloomsbury [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Jugendroman
ISBN-13 978-3-8270-0606-6

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Miles wohnt in einem Haus direkt am amerikanischen Puget Sound bei Seattle. Seine Klassenkameraden halten ihn für einen Spinner. Es gibt kein Standardwerk über Weichtiere und Lebewesen der Pazifikküste, das er noch nicht gelesen hat; sein Lieblingsbuch ist der alte Schinken "Am Saum der Gezeiten" von Rachel Carson. Falls der 13-Jährige nachts nicht in seinem Bett liegt, paddelt er gerade in den Seitenarmen des Puget-Sounds herum, um Krebse und Mollusken im Mondschein zu beobachten. Bei einer seiner nächtlichen Paddeltouren findet Miles einen Riesenkalmar, den man bis dahin für ausgestorben gehalten hatte. Dumm, dass bei Zeitungen und Fernsehsendern gerade das berüchtigte Sommerloch herrscht. Miles wird unerwartet zum Medienstar des Sommers. Journalisten und exzentrische Zeitgenossen aller Art stürzen sich auf das jugendliche Genie und auf das Öko-System, in dem Miles sich so gut auskennt. Miles Freund Phelps übernimmt kurzentschlossen die Pressearbeit in dieser Angelegenheit.

Phelps findet, es sei höchste Zeit für Miles, Gezeitentümpel Tümpel sein zu lassen und sich endlich für Mädchen zu interessieren. Da wäre zum Beispiel Angie, die Tochter des Richters. Doch Miles hat schon wieder andere Prioritäten gesetzt. Nur wenige Häuser entfernt haust die alte Florence. Sie ist längst zu gebrechlich, um noch allein zu leben; doch bisher hat sie mit Miles Unterstützung jede Einmischung in ihr Leben verhindern können. Miles ist der einzige, der erkennt, wie schlecht es Florence wirklich geht - und fühlt sich verantwortlich für die kauzige alte Dame. Den zahlreich aufmarschierten Journalisten bleibt inzwischen nicht verborgen, dass außer dem Riesenkalmar auch Arten im Puget-Sound aufgetaucht sind, die dort nicht hingehören. Peinlich für die Naturschutzbehörde, die davon zum ersten Mal hört. Im Puget-Sound und in Miles Leben kommt es zu einigen rasanten Verwicklungen und schließlich zum glücklichen Ende.
Fazit
Jim Lynch hat die Figur eines wunderlichen Jugendlichen, der am liebsten in Meerestümpeln herumstochert, das Schicksal einer alten Frau und die Welt der Quallen und Muscheln zu einem mitreißenden Jugendbuch kombiniert. Einfach toll! Miles Begeisterung für unscheinbare Meeresbewohner springt sofort auf den Leser über. Lynch verbindet seine temporeiche, witzige Handlung mit der stimmungsvollen Schilderung des verzweigten Puget Sounds, seinen Gerüchen und Geräuschen.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne

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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 08. Februar 2008

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