Anton ist 12 Jahre alt, als Offizier Ploeg vor seinem Haus erschossen wird.
Eigentlich nicht direkt vor ihrem Haus, aber die Nachbarn schleppten den
Leichnam vor seine Tür.
Anton wird von seiner Familie getrennt und in ein Gefängnis gebracht, wo er mit einer jungen Frau in der Zelle sitzt, ihr Gesicht sieht er nicht. Kurze Zeit später wird er frei gelassen. Seine Eltern und sein Bruder wurden erschossen. Anton verbringt sein Leben damit, sich nicht an diese Sache zu erinnern, er interessiert sich nicht dafür, er kann sich auch kaum erinnern. Erst nach und nach kommt er durch Zufälle dazu, das gesamte Geschehen zu rekonstruieren. Wer Ploeg umgebracht hat, warum seine Nachbarn seiner Familie das angetan haben und nicht dem anderen Haus. Was war tatsächlich mit seinen Bruder geschehen. Anton hat nie versucht Gerechtigkeit zu bekommen, er wollte die Täter nie aufdecken oder sie gar zur Verantwortung ziehen. Wie ein dunkler Schatten verfolgt diese Tat sein Leben, setzt ihm mehr zu als er wahrhaben mag. Anton beginnt zu verstehen, wie Menschen in Gefahrensituationen reagieren, oft irrational und im Nachhinein kommen sie mit ihren Handlungen nicht zu Rande, werden von ihren Dämonen geplagt und von der Angst, irgendwann würden sie bestraft werden. Mulisch erzählt in 5 Episoden (1945-1981) die Entwicklung Antons und die Folgen der längst vergangenen Nacht auf ihn und andere Beteiligte. In "Das Attentat" wird Antons psychische Veränderung nicht im Detail dargestellt sondern in Zeitraffer. Wie geht ein alternder Mann mit einer unverarbeiteten verdrängten Vergangenheit um, die getragen ist von Ungerechtigkeit und Zufällen? Fazit
Interessant, manchmal verwirrend.
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