Elias Canetti fährt mit einer Filmcrew für eine Woche nach Marrakesch (Marokko).
Hier erlebt viel Skurriles und sieht Einzigartiges. Dieser kurze Roman ist eine
Sammlung seiner interessantesten Begebenheiten, wie zum Beispiel das Schicksal
der Kamele, wie zum Schlächter gebracht werden. Sein Eindruck vom Judenviertel
Mellah, seine Begeisterung für einen bestimmten Platz, der bei Tag turbulent und
laut und am Abend geheimnisvoll ruhig dar liegt. Er beschreibt einen Club, der
vor allem von Ausländern und modernen Arabern besucht wird, seine Bekanntschaft
mit einer jüdischen Familie, dessen Bekanntschaft er wegen der Hartnäckigkeit
eines Jungen, Canetti solle ihm einen Job besorgen und zwar bei den Amerikanern,
bald bereut.
Canetti schreibt über die unterschiedlichen Traditionen, die Geheimnisse des Bazars, wo so viele Läden (die alle nebeneinander stehen) alle das gleiche verkaufen, Canetti stellt hierbei die Theorie auf, dass sie präsentieren, was sie produzieren und in welchem Überfluss. Er berichtet von der für Westler verwunderlichen Verhalten gegenüber Frauen, z.B. dass man vom Dach nicht in ein anderes Haus sehen darf und überhaupt sollten Männer lieber nicht auf das Dach gehen, weil die Frauen gern dort sind und wäre ein Mann auf einem anderen Dach, so kämen sie nicht. Fazit
Amüsant, abgehoben und orientalisch angehaucht, ohne dass Canetti die typischen
Orient- Erfahrungen schildert, sondern ganz spezielle Dinge, die so niemand von
uns erleben wird, aber es klingt trotzdem das Abendland und seine mysteriöse
Atmosphäre durch.
weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez2922.htm Vorgeschlagen von Diyani Dewasurendra
[Profil] | ||||