Schon der erste Arbeitstag von Detektive Mark Nelson gleicht einer Feuertaufe,
als der Vernehmungsexperte dem Team des legendären John Mercer zugeteilt wird.
Kaum angekommen, muss Nelson zu einem Tatort: Ein Mann wurde in einer Badewanne
zu Tode gefoltert und es gibt Hinweise, dass es der Täter auf eine Freundin des
Opfers abgesehen hat. Mercer verdächtigt den 50/50-Killer, der ihm vor zwei
Jahren entkommen ist und dabei einen Kollegen von Mercer ermordet hat. Die
Handschrift des Killers ist immer gleich. Er überfällt Paare und versucht dabei
nicht nur die Liebenden selbst, sondern auch die Liebe zwischen ihnen
auszulöschen. Mercer und sein Team versuchen alles, um die Freundin zu finden.
Sie wissen jedoch, dass ihnen nur wenige Stunden bleiben, um das Versteck des
Killers zu finden.
Mit vielen Vorschusslorbeeren wurde Steve Mosbys Roman angekündigt. Leider sind diese nicht gerechtfertigt, denn der Roman zieht sich ohne echte Höhepunkte dahin. Sicher ist der Anfang noch relativ interessant, doch mit zunehmender Dauer verflacht der Roman immer weiter. Schuld daran sind vor allem die Charaktere, die allesamt nicht überzeugend sind. Weder der junge Vernehmungsexperte Mark Nelson, noch der alte Haudegen John Mercer sind dem Autor so gelungen, dass man gespannt an ihrem Schicksal teilnimmt. Auch als mit Scott Banks ein Zeuge auftaucht, der im Versteck des Killers gefoltert wurde, wird der Roman nicht besser. Steve Mosby gelingt es weder mit seinem Ich-Erzähler Mark Nelson, noch mit den anderen Figuren den Leser wirklich zu überzeugen. Das Ende ist dann nicht wirklich schlecht, schafft es aber nicht, den Roman insgesamt zu verbessern. Fazit
Der 50/50-Killer ist sicher einer der schwächsten Thriller des Jahres. Neben
echten Spannungsmomenten fehlt es dem Thriller vor allem an einer überzeugenden
Hauptfigur. Weder Mark Nelson, noch John Mercer können diese Rolle ausfüllen, so
dass Steve Mosby insgesamt einen Thriller ohne Thrill geschrieben hat.
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