Kerstin Heine: Chakrenphysik

Chakrenphysik

Verlag: Araki-Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Sachbuch
ISBN-13 978-3-936149-55-5

Preis: 12,00 Euro bei Amazon.de [Stand: 30. September 2016]
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Daß Körper, Geist und Seele des Menschen zusammengehören, ist in der Philosophie oder der Theologie längst unbestritten. Lediglich die Naturwissenschaften und die Medizin leugnen bisher diesen inzwischen sogar nachgewiesenen Sachverhalt, der betont, daß wenn eines der drei Teile defekt ist, dies zugleich unweigerlich Schäden in den anderen Teilen nach sich zieht. Genauso kann ein seelisches Problem also körperliche Symptome erzeugen. Die vorliegende Studie der Physikerin Kerstin Heine ist vor diesem Hintergrund recht erhellend, verknüpft sie doch gerade die Erkenntnisse der physikalischen Wissenschaft mit den philosophischen Überlieferungen des Hinduismus und Buddhismus. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: eine phänomenale Wissenschaft, welche sich "Chakrenphysik" nennt.

Das elektromagnetische Feld des Menschen hat nach Heine die Fähigkeit, auf alle Störungen und Einflüsse flexibel zu antworten und sie auszubalancieren. Bei gesundheitlichen Störungen ist das Energiefeld im Ungleichgewicht. Wir bewegen uns täglich in künstlichen elektromagnetischen Feldern. Im Haushalt zum Beispiel sind es die elektrischen Geräte. Außerdem umgeben uns die natürlichen elektromagnetischen Felder der Galaxis und der anderen Himmelskörper. Die vorliegende Untersuchung gipfelt freilich in der Frage, ob uns die elektromagnetischen Felder mehr als wir denken beeinflussen und ob die Menschen ihre Krankheiten, Ängste und Aggressionen selbst erzeugen - eine eminent politische und auch philosophische Frage. In diesem Buch aber bekommt man eine Antwort.

Der Leser erfährt, wie sein Energiefeld arbeitet, warum alternative Heilmethoden funktionieren und es inzwischen eine Entwicklung hin zur integralen Humanmedizin gibt. Diese neu vorgebrachten Ansichten gipfeln nur folgerichtig in der Forderung der Autorin, sich mit ich selbst zu beschäftigen, sich selbst zu reflektieren und zu erkennen, daß Worte und Gedanken, ob als "böse" oder "gut" angesehen, immer auf einen selbst zurückfallen. Die Außenwelt wird ein Spiegel für das Innere. Denken wir also weiter, so bedeutet die Anerkenntnis der Botschaft einer Alltagssituation, eines Geschehens immer, den inneren Konflikt meiner selbst zu erkennen. Der Jurist Carl Schmitt sprach schon früher davon, daß mein Feind zunächst immer erst meine eigene Frage in Gestalt ist.

Der Mensch besitzt nach Heine Energiezentren, welche die elektromagnetischen Felder des Menschen im Körper regulieren. Diese so genannten "Chakren" gilt es zu fühlen und zur Heilung einzusetzen. Es sind die Orte der Chakren im Körper zugleich Orte der Nervenzusammenballung im Körper. Zudem stimmt die Chakrenanzahl mit derjenigen der Chromosomen überein. Das Buch bietet erstklassige einführende physikalische Erläuterungen, um dann schließlich in die Bedeutung der Chakren, der elektromagnetischen Felder und Energien für die Heilung des Menschen überzuleiten.

Der Mensch verfügt nachweislich über Sinnesorgan für elektromagnetische Felder - nämlich unser Gehirn. Er ist selbst ausgestattet mit einem elektromagnetischen Feld, welches durch die Aussendung von Biophotonen (biologische Lichtteilchen) der Zellen hervorgerufen wird. Ist der Mensch gesund, hat dieses Feld die Fähigkeit, auf alle Störungen und Einflüsse flexibel zu antworten und sie auszugleichen. Bei gesundheitlichen Störungen des Menschen befindet sich das Energiefeld in einem Zustand des Ungleichgewichts. Das Energiefeld ist also eine selbstregulierende Kraft. Leider geht Heine nicht auf die für die Wissenschaft der Chakren wichtigen Autoren Vishnu Devananda (Meditation und Chakras. Eine Darstellung der großen Yoga-Systeme in Theorie und Praxis, München 1986) sowie auf David V. Tansley (Energiekörper, München 1985) ein, da hier wichtige Hintergrundinformationen zu lesen gewesen wären.

Dennoch, der Informationsreichtum des gut lesbaren Buches spricht für sich selbst. Es kommt zu dem Fazit, daß jeder Mensch für sich selber verantwortlich ist und gedanklich diesen Weg zur Selbsthilfe beschreiten kann - weile erst dann "an alle gedacht" ist. Dies wiederum deckt sich mit der Erkenntnis Oswald Spenglers in seiner soeben neu erschienen Schrift "Jahre der Entscheidung" (1933/2007): "Jeder hat seine persönliche Sorge, die volle Verantwortung für sich selbst, die Notwendigkeit, durch eigenen Entschluss in allen Gefahren für sich und seine Ziele einzustehen. Die Sucht des Versichertseinwollens - gegen Alter, Unfall, Krankheit, ein Zeichen jeder sinkenden Lebenskraft - hat sich von Deutschland ausgehend im Denken aller weißen Völker irgendwie eingenistet. Wer ins Unglück gerät, schreit nach dem anderen, ohne sich selbst helfen zu wollen."
Fazit
Einen gut begehbaren Pfad zur Selbsthilfe bietet nunmehr das vorliegende Buch.
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Vorgeschlagen von Daniel Bigalke [Profil]
veröffentlicht am 15. November 2007

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