Doralice verließ ihr wohlhabendes Zuhause und ihren Ehemann, brach mit ihrer
Gesellschaft, um mit Hans ein einsames Leben zu führen abgeschnitten von allem,
was sie kannte und mochte.
In einem kleinen Fischerdorf, treffen diese beiden auf die Familie der Generalin und den Herrn Geheimrat (dem "verbogenen" Mann). Doralice ist bekannt für ihren Fehltritt und wird von ihres Gleichen gemieden, doch am Strand lässt es sich nicht einfach aneinander vorbei gehen. Die Tochter der Generalin, Baronin von Buttlär, eine alte verwelkte Frau ohne jede Anziehungskraft, hegt große Abneigung gegen Doralice, die Schimpf und Schande über alle ihres Standes gebracht hat. Aber ihre Tochter Lolo, verlobt mit Hilmar, findet Gefallen an der schönen Gräfin. Auch Hilmar wird von ihr in Bann gezogen. Es treffen Persönlichkeiten einer Gesellschaft aufeinander, die es so nicht mehr gibt. Alles hüllt sich in Schweigen, weil es sich nicht gehört. Das Fischervolk mag sich streiten und prügeln, aber die "von und zus" müssen sich benehmen, so bleibt jeder für sich mit seinen Leiden und Wünschen. Hans und Doralice distanzieren sich immer mehr, obwohl sie sich lieben, aber sie sind wie gelähmt, unfähig ihren Impulsen zu folgen. Das Meer, die Wellen, wo sich alles trifft, wo alles verschwindet, wo man die Hoffnung und das Ziel sucht, es umflutet die Leben unserer Protagonisten und verschlingt manche von ihnen. Fazit
Eine interessante Charakterstudie über den Unheil bringenden Stolz und die
Ohnmacht des Adels, ihre altertümliche und vernichtende Distanziertheit zu
allem, was Schwäche zeigen oder kompromittieren könnte.
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