Michael Morley: Spider

Spider

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-453-26573-8

Preis: 0,11 Euro bei Amazon.de [Stand: 07. Dezember 2016]
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Jack King, einer der angesehensten Profiler des FBI, zerbricht an seinem letzen Fall. Sechzehn Jahre lang hat der Black-River-Killer sein Unwesen getrieben und dabei mindestens zwanzig junge Frauen ermordet. Auch King kann diesen Fall nicht lösen und zieht sich nach einem Zusammenbruch mit seiner Frau Nancy und ihrem kleinen Sohn Zack in die Toskana zurück, wo sie ein kleines Hotel eröffnen. Doch die Idylle wird gestört, als eine Leiche auftaucht, deren Ermordung eindeutig die Handschrift des Black-River-Killers trägt. Als die italienische Polizei Jack um Hilfe bittet, zögert dieser. Doch dann schlägt der Killer auch in den USA auf besonders perfide Weise zu. Über das Internet verbreitet er Live-Videos von der Folterung einer Prostituierten. Jack nimmt die Ermittlungen erneut auf, ohne zu ahnen, dass er immer tiefer in den tödlichen Plan des Black-River-Killers versinkt.

"Spider" ist der erste Roman des ehemaligen Enthüllungsjournalisten und Dokumentarfilmers Michael Morley, der den Leser auf eine spannende Odyssee in die Welt der Serienverbrecher mitnimmt. Abwechselnd beschreibt er dabei sowohl die Gedankengänge seines Ermittlers Jack King als auch seines Kontrahenten, dem Black-River-Killer. Dabei wechselt er auch die Erzählzeit, was dem Roman eine ungewöhnliche Note verleiht. Ansonsten bedient sich Michael Morley vieler typischer Genrezutaten. Da darf die Bedrohung der Familie des Ermittlers genauso wenig fehlen, wie der nahezu perfekt durchdachte Plan des Killers. Und so ist der Romans zwar sehr spannend, es fehlen aber die wirklichen überraschenden Momente. Auch der Showdown, den Michael Morley geschickt auf zwei Kontinente verteilt, liest sich überaus packend. Aber auch hier gelingt es ihm nicht, dem Leser etwas Neues oder Überraschendes zu bieten. Das Ende ist genau so, wie man es erwarten konnte. Trotzdem kann man "Spider" nur schwer aus der Hand legen. Grund ist der durchtriebene Plan des Black-River-Killers, in dem Jack sich verwickelt wie in dem Netz einer Spinne. Und so legt man am Ende das Buch doch zufrieden zur Seite und wartet gespannt auf den nächsten Fall von Jack King, denn am Ende von "Spider" bittet ihn sein ehemaliger Chef um Rückkehr in die Staaten, da man dort einen Fall habe, bei dem man dringend seine Hilfe benötige.
Fazit
"Spider" ist ein weiterer Serienkillerroman, die in letzter Zeit verstärkt auf den Markt drängen. Wie seinem Kollegen Cody Mcfadyen gelingt es auch Michael Morley nicht, das Genre neu zu definieren, aber der Thriller bietet insgesamt ein unterhaltsames und packendes Lesevergnügen.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne

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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 23. September 2007

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