Stieg Larsson: Verblendung

Verblendung

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Krimi
ISBN-13 978-3-453-01181-6

Preis: 5,72 Euro bei Amazon.de [Stand: 25. September 2016]
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Seit 43 Jahren erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger an seinem Geburtstag eine gepresste Blume unter Glas. Vangers Nichte Harriet hatte sie ihm 1958 zum ersten Mal zum Geschenk gemacht, bevor sie spurlos verschwand. Eine Leiche wurde jedoch nie gefunden.

In einer letzten Anstrengung versucht Vanger das Geheimnis zu lüften. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist. Dieser hat gerade einen Prozess gegen den Finanzmogul Wennerström verloren und beschlossen, dass sich das Angebot von Vanker eignet, sich eine Auszeit zu gönnen, zumal Vanger ihn mit Informationen ködert, die beweisen sollen, dass Wennerstörm schuldig ist. Zusammen mit der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander beginnt Blomkvist in der Vangerschen Familiengeschichte zu graben. Und ihm gelingt, was keiner für möglich gehalten hätte. Er findet eine Spur, die in den vergangenen Jahrzehnten übersehen wurde. Doch je näher Blomkvist und Salander der Wahrheit kommen, desto mehr hätten sie sich gewünscht, niemals mit den Ermittlungen begonnen zu haben.

"Verblendung" ist der fulminante Debütroman des leider viel zu früh verstorbenen Schweden Stieg Larsson, der 2004 an einem Herzinfarkt verstarb. Selten waren sich Verleger, Kritiker und Leser so einig, dass dieser Roman ein absoluter Spitzentitel ist. Mit "Verblendung" hat Stieg Larsson den Auftaktroman der Millenium-Reihe veröffentlicht, die er noch vor seinem Tod beenden konnte. Im Mittelpunkt der Romane stehen Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander. Zwei überaus komplexe und faszinierende Romanfiguren, die sicher das Zeug haben in die Geschichte der Kriminalliteratur einzugehen. Überhaupt ist Stieg Larsson mit "Verblendung" eine der komplettesten und atmosphärischsten Plots der letzen Jahre gelungen, denn was die beiden Protagonisten zu Tage fördern, lässt selbst geübte Krimileser eine Gänsehaut bekommen. Anfangs etwas trocken, entwickelt der Roman nach gut 100 Seiten eine Spannung, die wie besessen an dieses Buch fesselt. Die ersten 100 Seiten benötigt Larsson um den Leser mit seinen beiden Hauptfiguren bekannt zu machen, die anfangs in zwei unterschiedlichen Handlungssträngen agieren.

Die Auflösung der Geschichte nach gut sechshundert Seiten ist ebenso schockierend, wie spannend und gebannt fragt man sich, was den auf den verbleibenden einhundert Seiten noch Folgen kann. Doch Stieg Larsson hält auch da noch jede Menge Überraschungen für seine Leser bereit.

Neben dem faszinierenden Plot sind es die beiden Hauptfiguren, vor allem Lisbeth Salander, die "Verblendung" zu einem Meisterwerk machen. Selten findet man in einem Thriller so ausgefeilte, komplexe und faszinierende Figuren. Dabei hat es der Autor noch nicht einmal nötig, alle Facetten seiner Figuren auszureizen, denn von Salanders aufregender Geschichte erfährt der Leser in diesem Roman so gut wie nichts.

"Verblendung" ist nicht umsonst mit dem Skandinavischen Krimi-Preis ausgezeichnet worden. Selten findet man einen Thriller von solch hoher Güte, der sowohl sprachlich, als auch inhaltlich über siebenhundert Seiten allerbeste Unterhaltung garantiert.
Fazit
"Verblendung" ist ein absolutes Muss für jeden Leser, der sich auch nur entfernt für Kriminalliteratur interessiert.
10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 29. August 2007

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