Jean Lemieux: Das Gesetz der Insel

Das Gesetz der Insel

Verlag: Droemer Knaur [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Krimi
ISBN-13 978-3-426-63133-1

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Auf Inseln ticken die Uhren immer etwas anders. So geht es André Surprenant schon lange, denn er ist Polizist im kleinen kanadischen Ort Cap-aux-Meules auf den Magdaleneninseln (interessanterweise mit Madeleine-Inseln übersetzt, nach dem französischen Originalnamen Îles-de-la-Madeleine) und als solcher kennt er seine Nachbarn. Gemütlichkeit und der immergleiche Rhythmus des Jahres prägen das Leben, bis Rosalie Richard, die Tochter des Bürgermeisters, eines Morgens tot aufgefunden wird - der erste Mord der Insel seit fünfzehn Jahren ist geschehen! Und natürlich greift direkt ein Ermittler des Bundeskriminalamts ein, der - ebenso wie Surprenant - eine Beförderung wittert: Denis Gingras, der sich als arroganter Polizist schon einen Namen gemacht hat, wird eingeflogen.

Die Ermittlungen nehmen ihren Lauf. Gingras stellt ziemlich schnell einen Bewohner an den Pranger, dem er die Schuld in die Schuhe schiebt. Damien Lapierre wurde doch vor zwanzig Jahren schon einmal wegen des Mords an einem Mädchen verurteilt, also wird er auch Rosalie umgebracht haben. Doch für Surprenant sprechen zu viele Fakten gegen Lapierre, weshalb er lieber auf eigene Faust ermittelt - und auf eigenes Risiko. Gingras lässt sich nur sehr ungern in seine Arbeit hineinreden und Surprenant droht großer Ärger. Nach und nach wird aber immer klarer, dass die Aufklärung so leicht nicht sein kann, wie sie sich der eingeflogene Topermittler gemacht hat. Drogengeschäfte, Fischereilizenzen und Gespräche mit der Psychologin müssen auch bedacht werden. Surprenant kommt der Lösung immer näher...
Fazit
Jean Lemieux' Roman, als handliches Taschenbuch mit rund dreihundert Seiten im Frühjahr auf deutsch erschienen, nachdem er auf französisch schon 2003 verlegt und 2004 mit dem Literaturpreis der "Association France-Québec / Philippe-Rossillon" ausgezeichnet wurde, ist kaum eindeutig zu bewerten. Auf der positiven Seite sei der Polizist Surprenant zu erwähnen, der klar gezeichnet eine gute, wenn auch nicht immer rational handelnde Person abgibt. Seine Beweggründe in Ermittlung sowie "Kampf" gegen Gingras sind einleuchtend. Der Handlungsort ist wohlgewählt, wirken die Inseln doch sehr jungfräulich im Bezug auf Morde. Auch die Lösung des Falles bleibt sehr lange ausschließlich dem Autor bekannt. Und doch ist das "Gesetz der Insel" kein übermäßig guter Roman. Auch wenn die ganze Handlung sich nur über wenige Tage erstreckt, dümpelt der Roman phasenweise vor sich hin, ohne dass der Leser einen Fortschritt in der Ermittlung erkennt.
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Vorgeschlagen von Nico Haase [Profil]
veröffentlicht am 31. Juli 2007

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