Mickey Haller, Anwalt in Los Angeles und besser bekannt unter dem Namen
"Lincoln Lawyer" ist erfolgreicher Strafverteidiger und permanent auf
Achse. Deswegen trägt er auch seinen Spitznamen zu Recht, denn er arbeitet nicht
vom Schreibtisch aus, sondern vom Rücksitz seines Lincoln Towncar, mit dem er
sich von Gerichtstermin zu Gerichtstermin chauffieren lässt. Von seiner Maxime,
dass jeder Angeklagte die denkbar beste Verteidigung verdient, hat sich Mickey,
der einen berühmten Anwalt als Vater hatte, bisher nicht abbringen lassen. Egal
ob Kleindealer oder Prostituierte, ob Totschläger oder Dieb, bei ihm haben alle
Mandanten die gleiche Chance verdient. Als ihm die Verteidigung eines jungen
Mannes aus reichem Hause angeboten wird, zögert er nicht lange. Die Anklage
lautet auf schwere Körperverletzung und Vergewaltigung und obwohl die Beweislage
erdrückend ist, beteuert der Angeklagte seine Unschuld. Durch seinen Ermittler
lässt Haller das Umfeld des Opfers und des vermeintlichen Täters beleuchten und
stößt bald auf einen Hinweis, der die Beweisführung der Staatsanwaltschaft ins
Wanken bringen könnte. Der Fall scheint gelöst zu sein, aber der Schein trügt.
Bei den weiteren Ermittlungen stoßen Haller und sein Helfer auf ein teuflisches
Spiel, bei der nicht nur Mickey um sein Leben kämpfen muss.
Fazit
Ein echter Michael Connelly, locker geschrieben und mit viel
zwischenmenschlichen Tönen gewürzt. Auch ohne seinen Serienhelden Harry Bosch
und den grausamen Poeten im Schlepptau ist dieses Buch ein Knaller. Wer die Zeit
hat, wird es in einem Rutsch lesen und gar nicht erwarten können, was aus dem im
ersten Moment scheinbar lukrativen Fall wird.
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