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Mark, 15, ist zweimal sitzen geblieben. Doch die Eltern wollen nicht, dass er
weiterhin "herumgammelt". Er soll sich entscheiden, ob er weiterhin in
der Schule bleiben oder eine - handwerkliche - Lehre machen will. Für diese
Entscheidung soll er die Sommerferien nutzen. Die darf er - da seine Eltern in
Kalifornien alleine Urlaub machen wollen - bei seinem Onkel Volkmar in Berlin
verbringen. Volkmar ist "cool", ein Aussteigertyp, der mit Mark die
gleichen Interessen teilt: Autos, Autos, Autos. So können die Ferien ja nur
schön werden - abseits der elterlichen Ermahnungen.
Doch so ganz wie Mark sich dies gedacht hat, werden die Ferien nicht: Onkel Volkmar stellt sich als Versager heraus, der in Träumen lebt und ein "Projekt" nach dem anderen anstrebt, nicht beendet und damit scheitert. Gerade als Mark in Berlin eintrifft, wachsen Volkmar die Schulden über den Kopf und üble Kredithaie wollen von Volkmar die Schulden eintreiben. Mark verliert innerhalb kürzester Zeit alle Illusionen über seinen Onkel. Doch reicht es, ihn für seinen Lebenswandel zu verurteilen? Sollte man ihm nicht helfen? Dies tut er - zusammen mit seiner tatkräftigen, ein Jahr älteren, Stiefcousine Fredericke, genannt Riecke, in die sich Mark während des Urlaubs verliebt. Wie sie Onkel Volkmar helfen und ihm wieder Mut und Perspektive geben, dies soll hier nicht verraten werden. Aber insgesamt ein warmherzig geschriebenes Buch, in dem es unvorhergesehene Wendungen gibt. Die Charaktere sind glaubwürdig dargestellt und der Leser bekommt - so ganz nebenbei - ein Bild des heutigen Berlin. Das Buch besticht durch genaue Beobachtung und Einfühlungsvermögen in jugendliche Charaktere. Am Ende hat Mark nicht nur seinem Onkel geholfen - er hat sich selber weiterentwickelt und ist "erwachsen" geworden. Fazit
Wer ein humorvolles und witziges Buch mag (mich hat es von der Atmosphäre sehr
an den Film "Goodbye, Lenin" erinnert), der ist mit diesem
"Roadmovie" bestens bedient.
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