Die Archäologin Louise Cantor findet bei ihrer Rückkehr von einer Grabung in
Griechenland ihren Sohn Henrik tot in seinem Bett. Dass die Autopsie auf
Selbstmord hinweist, will Louise nicht wahrhaben. Sie muss sich eingestehen,
dass sie vom Leben ihres Sohnes nichts gewusst hat und begibt sich auf die Suche
nach Henriks Leben und dem Grund für seinen Tod. Er scheint nicht nur ein
Doppelleben, sondern ein Dreifachleben geführt zu haben. Louises Suche führt sie
zunächst nach Australien - dort lebte ihr Exmann bis dahin unerkannt. Beide
zusammen entdecken beunruhigende Bruchstücke von Hennings Lebens in Barcelona.
Luise reist auf Hennings Spuren allein weiter nach Maputo in Mosambik. Dort wird
sie mit dem beängstigenden Ausmaß an HIV-Erkrankungen in Afrika konfrontiert und
gerät in einen gefährlichen Strudel aus Prostitution, Korruption und
undurchsichtigen Versuchen an HIV-erkrankten Patienten. Mit jedem Schritt, den
sie unternimmt, stört sie empfindlich die Machenschaften korrupter Netzwerke,
mit jedem Schritt bringt sie sich und ihre Informanten weiter in Gefahr.
Fazit
Abgesehen davon, dass Kennedys Hirn nur eine winzige Neben-Rolle spielt und
falsche Erwartungen wecken könnte, liest sich Louises einsame,
desillusionierende Reise schlüssig und spannend.
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