Adam Langer: Die windige Stadt

Die windige Stadt

Verlag: Rowohlt Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-498-03924-1

Preis: 0,23 Euro bei Amazon.de [Stand: 26. November 2014]
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Jill Wasserstrom, Muley Wills und ihre Altersgenossen aus Crossing California brechen nach ihrem Schulabschluss zu neuen Erfahrungen auf. Jill, jüngere Tochter einer gutbürgerlichen jüdischen Familie in Chicagos Stadtteil West Rogers Park, provoziert sich gewohnt forsch durchs Leben. Sie experimentiert theoretisch mit kommunistischen Ideen und tauft ihren Hund Fidel. Die emsige ehemalige Schülerzeitungs-Redakteurin engagiert sich auch am Vassar College für die Studentenzeitung. An ihrem Studienort Poughkeepsie sucht sie Edna, ihre kapriziösen Großmutter mütterlicherseits, zu der Jills Eltern schon lange den Kontakt abgebrochen hatten. Muley, zuverlässiger Sohn einer allein erziehenden Mutter, hatte die Leser durch Langers ersten Roman wie durch einen Film geführt. Während der Halleysche Komet sich auf die Erde zu bewegt, züchtet Muley Erbsen für Experimente während des Flugs der Raumfähre Columbia und sinniert über den Himmel als Projektionsfläche seiner geplanten Filme nach. Muleys technisches Interesse an der Raumfahrt und sein Ehrgeiz lassen ihm verblüffend viel Raum für persönliche und berufliche Experimente. Nach allerlei Um- und Irrwegen stellt Muley fest: Um ihn müsse sich niemand sorgen - das hätte er seiner Mutter doch stets gepredigt. Als Jill am Ende ihrer Wanderjahre nach Chicago zurück kommt, erkennt sie das jüdische Viertel ihrer Kindheit kaum wieder.
Fazit
Für die persönlichen Umlaufbahnen der Figuren in Langers Roman gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Überschneidung. Man entfernt sich von den anderen, trifft sich und verliert sich wieder aus den Augen. Die Leser verfolgen wie Jills Generation ihr persönliches und künstlerisches Leben in den Griff bekommt. Langer hat die Handlung in die Zeit zwischen 1982 und 1987 gelegt, eng mit Chicagos Lokalpolitik und markanten Ereignissen der Astronomie und der Raumfahrt verknüpft. Mit dem jungen Schwarzen Muley, der aus einfachen Verhältnissen stammt, zeichnet er ein beeindruckendes Gegengewicht gegen die starren bürgerlichen Normen der jüdisch-orthodoxen Gemeinde Chicagos. Als Fortsetzung des ersten Bandes unbedingt lesenswert.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 27. Januar 2007

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