Michael Moore bietet in "Stupid White Men" dem informierten Leser
wenig Neues. Einzig und allein seine Analyse des US- Kabinetts, welcher Minister
vorher bei welcher Firma sein Geld scheffelte, ist neu. Ansonsten klaut Moore
bei "No Logo" von Naomi Klein, wiederholt Thesen aus Martin Bröckers
"Verschwörungstheorien und der 11. September".
Vielmehr ist Moore ein Amerikaner, der sein Land über alles liebt, dem aber die Mißstände auf den Magen schlagen und der seine Landsleute in einer passenden Form addressiert. Fast an jedem Ende eines Kapitels fasst Moore mit Auflistungen die wichtigsten Argumente zusammen, was auch tendenziös wirkt und er gibt Tipps, wie dieser oder jene Mißstand behoben werden kann. Fazit
Für von vornherein politisch Interessierte, die sich zudem noch etwas mit der
dubiosen Wahl von Bush II zum US-Präsidenten und den 11. September beschäftigt
haben, ist das Buch nicht nötig. Auch der viel gelobte Witz und die Aggresivität
in den Worten Moores lassen sich, wenn überhaupt, nur zwischen den Zeilen
entdecken.
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