Kluftinger, seines Zeichens Hauptkommissar bei der Kriminalpolizei in Kempten im
beschaulichen Allgäu wartet mit seiner Frau bei Hohenschwangau unterhalb des
Schlosses Neuschwanstein auf seinen Sohn, der seine neue Freundin präsentieren
möchte. Es ist bereits der Winter angebrochen, trotz allem sind noch Heerscharen
von Touristen unterwegs, angezogen wie von einem Magneten. Er mokiert sich in
seiner etwas schroffen Art über die Japaner, die wie wild in der Gegend Fotos
schießen und wird dann von einer jungen Frau überrascht, die selbst aus Japan
stammt und die Freundin von Sohn Markus ist. Um dem Getümmel zu entfliehen,
entschließt sich die Familie zum wildromantischen Alatsee bei Füssen zu fahren.
Dort angekommen, machen Vater und Sohn eine schreckliche Entdeckung.
Vermeintlich in einer riesigen Blutlache finden sie einen Taucher, der scheinbar
nicht mehr am Leben ist. Kluftinger schickt die Familie in ein nahe gelegenes
Gasthaus und untersucht die Person, die sich plötzlich bewegt. Der Mann ist
nicht tot, sondern schwer verletzt und wohl zusammen geschlagen worden. Die
riesige Lache entpuppt sich als eine organische Substanz aus dem Bergsee. Bei
den Ermittlungen stoßen Kluftinger und seine Mitarbeiter auf langzurückliegende
Geschichten, die ihren Ursprung in den letzten Kriegstagen haben.
Fazit
Es ist bereits der dritte Fall von Hauptkommissar Kluftinger von der
Kriminalpolizei Kempten im Allgäu, der von den beiden Autoren Volker Klüpfel und
Michael Kobr auf die Bestsellerlisten stürmt. Und das ist kein Wunder; witzig,
hintergründig und noch dazu über den Tellerrand des Allgäus schauend,
präsentiert sich ein neuer Held der deutschen Kriminalliteratur. Ein durchwegs
kriminalistisch schlauer Hund, dem im normalen Leben viele Dinge nicht so ganz
klar und bewusst sind. "Milchgeld" und "Erntedank", die
ersten beiden Bücher des Allgäuer Autoren-Duos stehen ganz oben auf meiner
Wunschliste und werden bald hier präsentiert.
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