Kaum eine andere deutsche Autorin ist in Amerika so einflussreich wie die in
Westfalen geborene Cornelia Funke. Neben den erfolgreichen Romanen
"Drachenreiter" oder "Herr der Diebe" war es vor allem der
Roman "Tintenherz", der diesen Erfolg mitbegründet hat.
In "Tintenherz" erzählt Cornelia Funke die Geschichte der kleinen Meggie und ihres Vaters Mo, der die Gabe besitzt Figuren aus einer Geschichte herauszulesen. Seit Mo vor mehreren Jahren den Schurken Capricorn aus einer Geschichte heraus- und Meggies Mutter hineingelesen hat, hat Mo keine Geschichte mehr vorgelesen. Doch Capricorn gibt keine Ruhe und sucht so lange nach Mo, bis er ihn endlich gefunden hat, denn der tintenblütige Schurke hat noch einiges vor. Immer wieder werden die Tinten-Romane von Cornelia Funke mit den Geschichten von Harry Potter verglichen. Ein Vergleich, den die deutsche Autorin mit diesem Roman nicht standhalten kann, der aber auch nicht sein muss. Tintenblut besitzt eine grandiose Ausgangsidee und eine Vielzahl von liebenswerten Figuren wie Staubfinger, Tante Elinor oder Fenoglio. Zusammen mit dem finsteren Schurken Capricorn und dessen treuen Helfer Basta schafft Cornelia Funke ein Universum, dass große und kleine Leser gleichermaßen erfreut, ohne an die besondere Genialität des Zauberschülers aus Hoghwarts heranzukommen. Anfangs überaus packend, wird der Roman zum Ende etwas schwächer und vorhersehbarer. Und auch die zwar liebenswerten aber doch recht eindimensionalen Figuren vehindern am Ende eine höhere Wertung. Fazit
"Tintenherz" ist eine lesenswerte Geschichte, die sowohl große und
kleine Fantasy-Fans erfreuen wird, ohne aber an die Klasse der
Harry-Potter-Romane zu gelangen.
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