Wenn der Name Arnold Schönberg fällt, denkt man zunächst an Musik, die für die
heutigen Ohren reichlich fremd klingt. Dass eben dieser Schönberg sich aber auch
Geschichten für seine Kinder ausgedacht hat, war mir neu, bis "Die
Prinzessin" in den Briefkasten flatterte. Er erzählt hier von einer
Prinzessin, die sich beim Tennis einige blaue Flecke holt. Niemand geringeres
als ihr total verträumter Diener Wolf soll ihr bei der Behandlung helfen - doch
dass er sich dabei erst nicht zwischen einer blauen und schwarzen Wärmflasche
entscheiden kann, dann die schwarze nicht mehr finden kann, während die blaue
gleichzeitig braun geworden war, sorgt schon für Unmut genug bei der Prinzessin.
Und trotzdem schickt sie ihn am nächsten Tag in die Stadt, um aus der Apotheke
etwas gegen die blauen Flecken zu holen. Dass hier noch mehr Chaos zu erwarten
ist, kann man sich ja denken...
Allein diese Geschichte sorgt schon für Erheiterung. Dazu kommt aber noch Peter Schössow, der Schönbergs Text, der nur als Tonaufnahme erhalten ist, wunderbar mit Bildern ausgestaltet hat. Klare Strukturen herrschen vor, die durch ihre Schnörkellosigkeit genauso bestechen wie durch den Detailreichtum. Fazit
Ja, dieses Buch macht Spass. Eine kleine Geschichte, schön ausgestaltet, das
sorgt für gute Laune. Doch der Hanser Verlag geht über das übliche Maß an
Ausstattung noch hinaus: Im Anhang finden sich ein Nachwort von Nuria Schoenberg
Nono, der Tochter Schönbergs, und eine Einführung in Leben und Werk des
Komponisten.
Gehört das so??! von Peter Schössow weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez2257.htm weiterführende Links:
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