Der kleine Han Gan lebte im alten China und war ein begeisterter Maler. Das Geld
für Farbe und Papier verdiente er sich selbst. Zufällig entdeckte der Maler Wang
Wie sein Talent, als Han Gan ein Pferd in den Sand zeichnete. Wang stellt dem
Jungen Papier, Pinsel und Farbe zur Verfügung. Der Kaiser ernennt den begabten
Han Gan zum Mitglied der Hofmalergilde und bald erzählt man sich, dass die von
Han Gan gemalten Pferde Wunderdinge vollbringen können. Eines Tages springt aus
einer Zeichnung, die Han Gan gerade verbrennen will, ein feuriges Ross hervor.
Ein Krieger schwingt sich auf den Pferderücken. Das Pferd dient seinem Herrn bis
zur völligen Erschöpfung, dann wirft es seinen Reiter ab und flieht - plötzlich
gibt es auf einem der Bilder Han Gans ein zusätzliches Pferd.
Der berühmte chinesische Pferde-Maler Han Gan hat vor 1200 Jahren tatsächlich gelebt. Chen Jiangshong bildet in Beige-, Rot- und Schwarztönen auf Seidenuntergrund stimmungsvolle Szenen aus der Werkstatt eines Kalligraphen ab. Die ruhigen Handwerksszenen kontrastieren mit temperamentvollen Pferdebildern. Auch der wirkliche Han Gan hatte auf Seide gemalt, doch viele seine Bilder sind inzwischen zerfallen. Fazit
Chen Jianghongs Bilderbuch aus dem alten China ist ein Beispiel dafür, dass
liebevoll gestaltete Kinderbücher Erwachsenen ebenso viel Freude machen wie den
Kindern, denen sie vorgelesen werden.
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