Nachdem die letzte Sommer-Fähre mit Urlaubsgästen abgefahren war, hatten die
11-jährige Larkin und ihr Freund Lalo die Insel wieder für sich. Im Spätsommer
war die Stimmung schon beinahe herbstlich. Larkins Mutter sah aus wie eine
wandernde Landschaft, wie immer, wenn sie Ihr Atelier verließ. Bei ihrer
Rückkehr vom Fähr-Anleger findet Larkins Familie in einem Korb die einjährige
Sophie vor der Tür. Sophies Mutter hat zu dem Findelkind einen Brief gelegt, in
dem sie verspricht, Geld zu schicken und Sophie wieder abzuholen, wenn es ihr
möglich ist. Das Findelkind entwickelt sich zum Sonnenschein der ganzen Familie.
Sophie lernt sprechen, sie spielt "Schere, Stein, Papier" mit Larkins
Vater, obwohl sie dafür eigentlich noch zu klein ist. Zum ersten Mal können
Larkins Eltern über den kleinen Grabstein im Garten sprechen, auf dem kein Name
steht. Sophie wird sich später immer an das Jahr auf der Insel erinnern, bevor
ihre Mutter sie wieder abholte - und sie wird zurück kehren. Besonders wichtig
für Larkin ist in dieser Zeit Frau Minifred, die Bibliothekarin, die schon immer
wusste, wie man Wörter zum Leben erweckt.
Fazit
Sehr eindringlich wirkt die Verknüpfung von Larkins Erinnerungen mit denen der
kleinen Sophie. Mit wenigen Sätzen hat die Autorin ein poetisches Buch über
Liebe, Abschied und den Tod geschrieben. "Schere, Stein, Papier" ist
mehr als eine Kindergeschichte, auch als Geschenk für Erwachsene sehr empfohlen.
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