Warum haben die Charaktere so große Augen?
Direkt nach der Einleitung erfährt man die Theorie, auf der das erstellen Shoujomangas basieren in Form von Frage-Antwort-Gesprächen,danach eine Liste mit Standartplots, unter anderem "Der erste Kuss" oder "Lange Gespräche auf der Schaukel". Kaum, dass die Standarts grob erklärt wurden, kann man nachlesen, was man für Material braucht, wie der Arbeitsbereich sein sollte und welche Hilfsmittel nicht zwingend nötig, aber durchaus nützlich sind. Erst nach diesen wichtigen Elementen beginnt die Lehre des Zeichnens, beginnend mit der Veranschaulichung von Unterschieden im Körperbau zwischen weiblich-männlich und jugendlich-erwachsen, zudem wird kurz die Funktion der Gelenke erläutert. Nachdem man ein paar Posenbeispiele sehen konnte kann man in mehreren Schritten nachlesen und sehen,wie man ein Gesicht erstellt, mitsamt Gesichtsausdrücken, Haaren, verschiedenen Ansichten (und wieder der Unterschied zwischen männlich und weiblich) und möglichen Accessoires wie Brillen, Schals und Hüten. Im Abschnitt über Kleidung und Accessoires kann man sehen, welche Wirkung bestimmte Kleidungen haben, wie sehr eine Brille eine Figur verändern kann und wie sehr man auf Details in Geräten wie dem persönlichem Handy, der Lieblingstasche oder dem schwarzen Motorrad achten sollte. Im nächsten Kapitel geht es um die Geschichte der Figur, wobei zu Beginn typische mögliche Figuren vorgestellt werden und danach die Genres,die eine Shoujo-Geschichte haben kann (Sci-Fic, Magical, Hero). Danach erfährt man anhand vieler Beispiele und Erklärungen, Tiefe und Perspektive in seine Bilder zu bringen und so eine ganze Straße zu erstellen. Das letzte Thema umfasst Effekte, die man durch den richtigen Gebrauch von Rasterfolie bewirken kann, was anhand von verschiedenen emotionellen Situationen gezeigt wird, von einem Blitzeinschlag bis zum melanchonischem Blick eines Mädchens. Zuletzt kann man sich hilfreiche Internetadresse raussuchen und sich im Glossar Bedeutungen von mehr oder weniger unbekannten Fremdwörtern durchlesen. Fazit
Ein geniales Buch, sei es für die absoluten Anfänger oder die Profis, die in
einer Krise stecken. Das Buch enthält haufenweise interessantes Material,
inklusive vielen Erklärungen über die Wirkung einzelner Elemente. Vor allem ist
es, finde ich, ein großer Pluspunkt des Buches, die Materalien am Anfang
vorzustellen und zudem auf Dinge wie richtiges Licht und Ruhe hinzuweisen, die
als Störfaktor oft unterschätzt werden. Es enthält zwar viel Theorie, die jsich
edoch, wenn man sie sich gut durchliest und viel übt, nur positiv auswirken
kann. Auch die ausführliche Erklärung zur Perspektive ist sehr positiv, da diese
aus allen verschiedenen Winkeln und mit viel Liebe fürs Detail beschrieben wird,
um selbst dem ungeschicktesten Zeichner die Grundsätze einzubläuen. Das Buch ist
durch seinen interessanten Aufbau und die gute Gestaltung gut lesbar und flott
gehalten, so das man sich nicht schnell langweilen kann. Vor allem die
Titelbilder zu den einzelnen Themen machen Lust, sich die dazugehörige Theorie
durchzulesen und zeugen meist von viel Fantasie. Leider fehlt jede Theorie über
Schatten und Falten, die jedoch in sämtlichen Bildern mitberücksichtigt werden,
wodurch zumindest der Eingeübte diesbezüglich mit dem Buch arbeiten kann.Absolut empfehlenswert für Anfänger und Profis! 9 Sterne! weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez2168.htm weiterführende Links:
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