Der Häuptlingssohn Yuen ist trotz aller Versuche eine absolute Niete bei der
Jagd, ist er doch viel zu ängstlich und gutmütig. Dadurch hat das Seevolk mehr
als einmal dem Stamm der östlichen Wälder die Beute weggeschnappt, wobei vor
allem Enba, der Häuptlingssohn jenen Stammes ein großer, muskolöser Mann ist mit
einem Talent zur Jagd. Nach einer Weile der Überlegungen beschließt Yuens Vater,
das dieser als Entschädigung mit Enba reden soll. Da das Seevolk allerdings sehr
stolz ist, sollte es kein Mann sein. So ist Yuen dazu verdammt, sich als Frau
verkleidet an den Fluss zu setzten und auf Enba zu warten. Dieser verschreckt
ihn jedoch beim ersten Mal. Wieder und wieder geht Yuen in Verkleidung zum Fluss
und freundet sich auch mit diesem an, was sich an Geschenken in Form von
gewaltigen Fischen äußert. Allerdings beginnt Yuen ein schlechtes Gewissen zu
bekommen und versucht sich selbst am Fischfang, voller Selbsthass auf sich
selbst. Gerade rechtzeitig kann Enba Yuen vor einem Urkrokodil retten,wird dabei
jedoch schwer verletzt. In Enbas Höhle erwacht Yuen wieder und verarztet Enba,
weil er sich schuldig fühlt, doch dieser streitet Yuens Schuldzuweisungen ab.
Als Enba jedoch beginnt, Yuen Avancen zu machen, doch dieser weist ihn ab.
Niedergeschlagen verspricht er seinem Vater, noch ein letztes Mal zu gehen und
danach so gut wie möglich bei der Jagd zu helfen. Auch dieses Treffen endet wie
das letzte, wobei es Yuen noch schwerer fällt, sich Enba zu entziehen. Seitdem
ist Yuen verschlossen und abwesend, wofür sich sein Vater die Schuld gibt. Bei
der Nachfrage nach Yuens Befinden sagt dieser, das er mit dem Sonnenaufgang
alles vergessen haben wird, doch in genau dem Moment taucht Enba auf.Er und
Yuens Vater beginnen einen Kampf, der darin endet, das Enba die Kette, die ihn
als Häuptlingssohn auszeichnet, zerschneidet und schwört, Yuen zu beschützen.
Daraufhin erlaubt der Häuptling, das Yuen und Enba gehen dürfen.
In der ersten Extrageschichte erfährt man die Geschichte des Häuptlingssohnes Yuni, der sich bei der Suche nach der Blume des Versprechens verletzt. Als er aufwacht, wird er gerade von einem Mann namens Selem verarztet. Misstrauisch, wie Yuni ist, denkt er nach, zu fliehen, doch in seinem Zustand wäre er ein leichtes Opfer für Raubtiere. So lässt er sich von Selem überreden, bei diesem zu bleiben. Anfangs unsicher, stellt er schnell fest, das er sich bei Selem sehr wohl fühlt. Nach und nach bemerken beide zärtliche Gefühle voreinander, die jedoch zerstört werden, als ein Fremder mit Selem redet und ihn dabei darauf hinweist, das er sich als zukünftiger Häuptling nicht so zu betragen hat. Durch diese Nachricht verstört, versucht Yuni wegzulaufen und beschuldigt Selem des Verrates. Allerdings merken beide spätestens zu dem Zeitpunkt, das sie sehr aneinander hängen. In der zweiten Extrageschichte sieht man Yuen und Enba mit einem kleinen Jungen baden, wobei sie fröhlich spielen und Yuen kurz in Selbstvorwürfe abdriftet, das Enba niemals Vater sein kann. Allerdings hilft Enba Yuen schnell nach, wieder in die Realität zurückzukehren. Als sie jedoch Yuens Bruder erklären sollen, woher der Kleine (sein Sohn) Küssen kann, schweigt man sich aus (auch die Väter von Yuen und Enba). Die letzte Geschichte ist eine Art Parodie auf die Anfangsszene mit der Jagd. Fazit
Eine wunderschön gezeichnete, feinfühlige Liebesgeschichte zwischen zwei
Menschen, die sich zwischen Verantwortung und Gefühlen entscheiden müssen. Die
exotische Umgebung der Vorzeit unterstützt die Geschichte dabei immens (und
Shonen-Ai-Freunde bekommen viel nackte Haut zu sehen). Auch die erste
Nebengeschichte, die die Beziehung von Selems und Yuens Vater zeigt, ist mit
viel Sorgfalt ausgearbeitet und gestaltet worden. Auch sie behandelt dasselbe
Problem, das hier allerdings leider ein trauriges Ende nimmt (wobei, wenn man
dann nochmal die Hauptgeschichte liest, fraglich ist, ob sie letztendlich nicht
doch zusammenkommen). Die dritte Geschichte, wo Yuen und Enba mit Nawa baden ist
eine niedliche Geschichte, die allerdings nichts neues verrät, ausser das der
Bruder von Yuen mit Selems Schwester zusammen ist und das dieser Dank seines
Sohnes langsam zu begreifen scheint, was die Beziehung zwischen seinem
Brüderchen und Enba ist. Die letzte Geschichte... sollte vermutlich lustig sein,
allerdings hält sich der Witz in Grenzen (zumal einfach nur die Sprechblasen
umgeschrieben wurden und man Enba und den Säbelzahntieger etwas verändert
wurden).Ich kann es jedem, der schöne Bilder, Romantik (und ganz wichtig:Männerliebe) mag, nur empfehlen! Es ist voll von ausdrucksstarken Liebesbeziehungen, die mit einer wunderschönen Zeichenkunst aufs Blatt gebracht wurden. Trotz der eher schlechten Extrageschichte (die Parodie) 9 Sterne. weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez2128.htm Vorgeschlagen von Jennifer Op de Beeck
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