"Ehrlich, ich habe nicht gedacht, dass ich schwanger werden kann." Der
Schwangerschaftstest ist positiv, obwohl es doch gar nicht sein kann. Die
Beziehung der 15-jährigen Janna zu Kai ist eigentlich schon zu Ende. Zuerst
fühlt Janna sich wie vor den Kopf gestoßen, sie kann weder mit ihrer Mutter noch
mit ihrer besten Freundin Gizem sprechen. Janna ist in der 10. Klasse und wird
in diesem Schuljahr ihren Abschluss machen. Dass sie ohne Ausbildung auf eine
Karriere als Tänzerin hoffen kann, ist unwahrscheinlich. Sie solle langsam mal
anfangen, Stellenanzeigen zu lesen, hatte ihre Mutter schon einige Male gesagt.
Jannas Mutter war selbst ungeplant schwanger geworden und hat ihre Tochter
allein erzogen. Jannas Schwangerschaft wühlt nun ihre eigenen Erlebnisse wieder
auf.
"Jetzt muss meine Mutter mich ernst nehmen, ob sie will oder nicht" findet die 15-jährige. Jannas erste Untersuchung beim Gynäkologen verläuft recht positiv. Gefühlsmäßig war Janna schnell klar, dass sie das Kind zur Welt bringen will. Gedanken darüber, wie das Leben zweier Minderjähriger mit Baby finanziert werden kann, machen sich weder Kai noch Janna. Auf die nötigen Behördengänge zum Jugend- und zum Sozialamt dringt Jannas Mutter; die beeindruckende Gizem ist immer zur Unterstützung bereit. In ihrer Beziehung zu Kai erlebt Janna ein Wechselbad der Gefühle: Wird sie zu Hause ausziehen? Werden Kai und sie jetzt doch mit dem Baby zusammen leben? Wie ist es mit einem Mutter-Kind-Heim? Fazit
Jannas Gefühle während ihres Zickzack-Kurses durch alle Krisen werden stimmig
und mit viel Anteilnahme beschrieben. Den offenen Schluss finde ich etwas zu
naiv. Dass sich einem verträumten Teenager alle Probleme von selbst aus dem Weg
räumen, ist so unwahrscheinlich wie Jannas erträumte Karriere als Tänzerin.
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