Karl war als letzter der Vierergruppe eingetroffen. Als leistungsfähiger
Eisläufer soll er mit den anderen auf Schlittschuhen den Inhalt eines Rucksacks
über die gefrorene Ostsee transportieren. Ihr Auftrag ist streng geheim; das
nordeuropäische Land befindet sich in einer nicht näher beschriebenen Krise.
Seitwärts, wie eine Krabbe, sollen die vier während der Nacht durch die Schären
hinter die feindlichen Linien gelangen. Im Nacken den Rucksack und einsetzendes
Tauwetter, das das Eis brechen lässt. Der Schauplatz des Buches könnte Schweden
sein, die Hinweise auf eine Handlung im dritten Jahrtausend sind sparsam.
Die geheimnisvolle Mission kann nur von der Gruppe gemeinsam erfüllt werden; doch das Verhältnis zwischen den Männern ist von Anfang an durch gegenseitiges Misstrauen geprägt. Karl vermutet, dass die anderen mehr Informationen über den Einsatz haben als er. Die Leser sind zunächst ebenso spärlich informiert wie Karl. Bei völliger Dunkelheit gleiten die Männer automatengleich über das Eis - und ziehen den Leser wie in einem Sog mit sich. Die Männer wissen, dass sie Seemeile um Seemeile auf ihr Ziel zu laufen müssen - was auch unterwegs passieren wird, ein Zurück gibt es nicht. Der Eisläufer wird zur Maschine; ob einer der vier im Dunklen in einem Riss im Eis hängen bleibt, ob die Füße erfrieren: es muss vorwärts gehen. Fazit
Durch die rhythmisch-monotone Bewegung der Eisläufer wird der Leser völlig in
den Bann der spannenden Handlung gezogen, die Atmosphäre auf dem Eis wirkt
ästhetisch und zugleich beklemmend. Mehr als ein Krimi!
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