Es ist soweit: Mit "Mission London" wird die fünfteilige Reihe um
Justin Time komplettiert. So manche Wendung wird auf der Schlussgeraden noch
genommen. Der Leser erfährt nämlich endlich, wie das ganze Schlamassel um
Justins Eltern seinen Anfang nahm. Bei ihrer ersten Zeitreise in die
Vergangenheit sind sie verschwunden, und keiner konnte rekonstruieren, wo sie
sich nun befinden.
Doch beginnen wir am Anfang. Wie gewohnt beginnt Peter Schwindt rasant und lässt den Leser am Anfang leicht im Unklaren darüber, was eigentlich Sache ist. Justin und Fanny kommen, wie schon seit längerem auf der Suche nach und gleichzeitig auf der Flucht vor Portitia Abbadon, im London des Jahres 2377 an. Doch direkt ihr erster richtiger Kontakt wird ihnen zum Verhängnis: David Tomblin nimmt sie per Anhalter mit in die Stadt und stellt sich ihnen als Reporter vor. Schnell hat er sie in die Pressekonferenz des AION-Projekts eingeschleust, denn in wenigen Tagen soll der erste Zeitsprung stattfinden. Den beiden fällt aber schnell auf, dass David unglaublich gut über das Projekt bescheid weiß - und auch er wird hellhörig, als Justin rausrutscht, dass zwei der maßgeblich am Projekt beteiligten Wissenschaftler seine Eltern sind. Er bietet den Kindern seine Hilfe bei der Suche nach weiteren Informationen an, doch diese Suche bringt schnell unglaubliches zu Tage: Portitia Abbadon, die in den vorherigen Bänden immer die Böse war, erhält ein Motiv für ihre Arbeit, Tomblin weiß noch mehr als ein gut unterrichteter Reporter und letztendlich muss Justin mit ansehen, wie er selbst - damals noch einige Jahre jünger (ja, einige Tage lang hat es 2377 zwei Exemplare von Justin Time gegeben, ein kleines Kind und den Jugendlichen, der in der Zeit hin- und hergependelt ist) - von seinen Eltern im Stich gelassen wird, die mittlerweile sogar schon wissen, welches Schicksal ihnen droht. Fazit
Ja, Chaos und Verwirrung bilden einen massiven Pfeiler des fünften Bandes. Auf
Biegen und Brechen werden alle Unklarheiten beseitigt, die in den vorherigen
vier Büchern aufgebaut wurden. Und trotzdem - oder gerade deshalb? - ist die
"Mission London" nach dem ersten Band der zweite Glanzpunkt der Reihe.
Schade ist, dass sich in den vorherigen Büchern teilweise Hänger ergaben und nun
alle Lösungen in so kurzer Zeit gefunden werden müssen. Das Chaos des Buchs
hätte entzerrt werden können, wären einige Erkenntnisse an früherer Stelle
eingearbeitet worden.
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