Dan Brown: Sakrileg

Sakrileg

Verlag: Bastei Lübbe [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-7857-2152-1

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Dan Browns Thriller "Sakrileg" gehört zu den meistverkauftesten Titeln im Buchhandel. Dan Burstein, der ein lesenswertes Buch über die "Entschlüsselung" des Werkes geschrieben hat, führt den Erfolg des Buches unter anderem auf folgende Ursachen zurück: Der Da Vinci Code sei ein Ideenroman. "Man kann über einige der plumpen Dialoge und unwahrscheinlichen Handlungselemente sagen, was man will: Brown hat komplexe Ideen, interessante Details und beeindruckende Gedankengänge in seine Action-Abenteuer-Mystery-Story gepackt." In der Tat wird kaum jemand den Roman aus der Hand legen wollen, ohne sich intensiver über die Rolle der Amtskirche, der Figur Maria Magdalenas, der Funktion des Opus Dei oder des Templerordens und der Tätigkeit der "Prieuré de Sion" erfahren zu wollen? Burstein führt vollkommen zu recht auch aus, dass es die Sehnsucht nach einer Sinngebung in unserer materialistischen, technologischen, wissenschaftsorientierten und informationsüberfluteten Kultur sei, die zu dem Erfolg des Buches wesentlich beitrage. Ein allgemeines Misstrauen gegenüber offiziellen Verlautbarungen und eine Vorliebe für mysteriöse Verschwörungstheorien ist sicherlich ein weiterer Erfolgsfaktor des Buches.

Es ist die Stärke Dan Browns, Wissensdurst und Neugierde über die in diesen Thriller verpackten Themen geweckt zu haben. Brown schafft es auch, Spannung zu erzeugen, was die wichtigste Funktion eines Thrillers (to thrill: zittern) ist. "Suspense" schafft Brown über die rund 600 Seiten. Auf differenzierte Charakterzeichnungen, einen glaubhaft konstruierten "Plot" legt Brown weniger Wert. Diese Faktoren sind meines Erachtens vollkommen zu recht kritisiert worden und zu kritisieren. Das Buch ist unter diesen Aspekten nicht nur kein gutes Buch, sondern ausgesprochen "dürftig" geraten, um es wohlwollend-vorsichtig zu formulieren.

Jemand, der auf diese Faktoren Wert legt, wird keine Freude an dem Buch haben. Wer aber spannend unterhalten werden möchte, der wird trotz allem auf seine Kosten kommen, wenn auch das Buch "Illuminati" in Motiven, Personen und Handlungsstruktur allzu offensichtlich "Vorbildfunktion" für dieses Werk hatte und meines Erachtens wesentlich spannender ist als der Nachfolger.
Fazit
Burnsteins Fazit: "Der Da Vinci Code ist ein Roman. Er ist Unterhaltung. Etwas, das man genießen sollte. Zum Genuss gehört für mich, sich dem weit verzweigten Erzählstrom zu überlassen und Browns Einfällen zu folgen, seinen Verbindungen nachzugehen. Darum geht es in Browns Roman" kann ich daher nur uneingeschränkt zustimmen.
5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne
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Vorgeschlagen von Bernhard Nowak [Profil]
veröffentlicht am 21. Mai 2006

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