John Ronald Reuel Tolkien: Der kleine Hobbit

Der kleine Hobbit

Verlag: dtv [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-423-07151-2

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Der 1937 erschienene "Hobbit" ist neben dem "Herrn der Ringe" das meines Erachtens wichtigste Werk der Fantasy-Literatur überhaupt. Eines Tages steht der Zauberer Gandalf vor der Tür des Hobbits Bilbo Beutlin und lädt ihn zum Tee für den nächsten Nachmittag ein. Bilbo lernt dabei auch den berühmten Zwerg Thorin Eichenschild und zwölf seiner Gefährten kennen. Dabei erfährt er, wie der Drache Smaug vor langer Zeit in die Heimat der Zwerge einbrach und ihre Schätze raubte. Thorin will diese Schätze wieder zurückholen, doch dazu benötigt er die Hilfe eines Meisterdiebes. Bilbo wurde von Gandalf für diese Aufgabe vorgeschlagen. Dies ist der Auftakt für eine abenteuerliche Reise durch Mittelerde, über die hier mehr nicht verraten werden soll.
Wichtig ist, dass es sich hierbei um märchenhafte Fantasy handelt. Diese Geschichte wurde ursprünglich für Kinder geschrieben und Tolkien hatte - so schreibt Michael Magula in dem hervorragenden Buch "Tolkiens Welt" zunaechst nicht die Absicht, sie zu veröffentlichen.
Nach dem Erscheinen bat der Verlag um eine Fortsetzung. Siebzehn Jahre dauerte es, bis der "Herr der Ringe" erschien, der einen vollkommen eigenständigen Charakter aufweist. Um den Zusammenhang zum Hobbit stärker herauszuarbeiten, soll Tolkien, so schreibt es Magula, in späteren Auflagen rückwirkend einige wesentliche Veränderungen an diesem ersten Buch vorgenommen haben. Was mir so gut an dem Buch gefällt, ist seine Klarheit und durchgängige Heiterkeit. Dieses fehlt im "Herrn der Ringe". Als Tolkien mit der Niederschrift des "Herrn der Ringe" begann, so Matula, glaubte er noch, eine Fortsetzung zum Hobbit zu schreiben. Aber im Laufe der siebzehn Jahre, die er an dem Manuskript arbeitete, entwickelte sich der "Herr der Ringe" zu einer Geschichte, die die Ausmasse eines Kinderbuchs übertraf. So "kippt" der "Herr der Ringe": ist er anfangs noch heiter gehalten, so kommt dort zunehmend eine düstere Stimmung auf.
Die Heiterkeit und Unbeschwertheit in der Darstellung ist allerdings im "Hobbit" nach wie vor gegeben. Er erscheint mir zwangloser, ursprünglicher und daher noch besser gelungen als die spätere Ring-Trilogie. Dies ist meine Meinung. Neben dem "Herrn der Ringe" gibt es lediglich noch ein Werk, "Der Wurm Ouroboros von E. R. Eddison, der einen vergleichbaren Rang besitzt.
Egal, wie man zu Tolkiens Werken steht: Wer sich für Fantasy, insbesondere märchenhafte Fantasy interessiert, kommt um diese Klassiker "Der Herr der Ringe", "Der kleine Hobbit" und Eddisons "Der Wurm Ouroboros" nicht herum!
An der vorliegenden Ausgabe sind auch die wunderschönen, fast surreal wirkenden Illustrationen von Klaus Ensikat besonders hervorzuheben.
Fazit
Ich kann nur sagen: unbedingt lesen!!!!
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne
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Vorgeschlagen von Bernhard Nowak [Profil]
veröffentlicht am 18. Januar 2003

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