Ein Kriminalroman ohne Mord, aber vielen Toten, mit einer Verdächtigen, der
Taten unterstellt werden, die sie gar nicht verübt haben kann. Sophie, ein junge
Frau, die mit einem Oberlehrer der typischsten Sorte verheiratet ist, hat
Talente, die ihre Umwelt Stück für Stück erkennt. Sie kann perfekt Kleider
entwerfen und nähen, sie ist eine hervorragende Tierpräparatorin und sie kann
anscheinend unliebsame Zeitgenossen Kraft ihrer Gedanken aus dem Weg räumen. So
wird sie auf einmal wahrgenommen, eine Frau, die ob ihrer Schwäche, Analphabetin
zu sein, nie aus dem Schatten ihres Mannes in die Öffentlichkeit getreten ist.
Ihre Beliebheit wächst und das nicht nur, weil sie mit ihren Kleidungsenwürfen
aus farblosen Vorstadtfrauen, blühende Gestalten weiblicher Perfektion
erschafft. Ihr Ehemann Rudolph, der seine Sophie am liebsten als
funktionierendes Werkzeug seiner Willkür sieht, verliert zusehend die Herrschaft
über seine Frau und kann sich seines eigenen Lebens nicht mehr so sicher sein.
Fazit
Ein weiterer genialer Roman von Susanne Mischke, die mit diesem Buch eine
Mordsgeschichte ohne Mord und Totschlag, zumindest fast, geschaffen hat. Mit
viel Witz und Schlauheit erzählt sie von Menschen, für die es ein Leben hinter
dem Erklärbaren gibt, ohne allerdings in primitive Esoterik abzuschweifen.
Wieder ein spannendes Buch der Autorin, die sich mit ihren Werken quer durch
deutsche Landschaften und verschiedenste Charaktäre schreibt.
Liebeslänglich Mordskind Schwarz ist die Nacht Wer nicht hören will, muß fühlen Wölfe und Lämmer weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez1892.htm Vorgeschlagen von Dietmar Stanka
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