James Patterson: Honeymoon

Honeymoon

Verlag: Goldmann Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-442-45907-1
Preis: 8,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 29. August 2008]

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Nach hoch spannenden Thrillern um die Polizisten Alex Cross oder Lindsay Boxer hat der Amerikaner James Patterson nunmehr einen Thriller geschrieben, der an die Hollywoodfilme "Basic Instinct" oder "Eine verhängnisvolle Affäre" erinnert.

Als der Investmentbanker Connor Brown unerwartet stirbt, gilt die Anteilname vor allem seiner Verlobten Nora Sinclair. Niemand ahnt, dass Nora beim Ableben ihres Verlobten die Finger im Spiel hatte und kurz vor seinen Tod sein Barvermögen auf ein Konto der Cayman Islands transferiert hat. Als nunmehr auch noch eine Lebensversicherung in Höhe von 1,9 Millionen Dollar ansteht, will sich Nora diese Summe nicht entgehen lassen. Sie ahnt jedoch nicht, dass der Versicherungsangestellte in Wahrheit der FBI-Agent John O'Hara ist, der sich auf eine verhängnisvolle Affäre mit Nora einlässt.

Mit Nora Sinclair hat James Patterson eine brillante Mörderin erschaffen, die Sharon Stones Figur in "Basic Instinct" in nichts nachsteht. Mit eiskalter Berechnung bringt Nora alle Männer in ihrem Leben nicht nur um den Verstand. "Honeymoon" bietet Thrillerfans genau dass, was man von den anfangs genannten Hollywoodfilmen erwarten kann. Eine wunderschöne Mörderin, eine Prise Erotik und ein spannendes Katz- und Maus-Spiel. Gekonnt mischt Patterson diese Zutaten zu einem packenden Thriller, den man nur sehr schwer aus der Hand legen kann. Alles deutet wieder einmal auf eine Höchstwertung hin, wäre da nicht das völlig misslungene Ende, bei dem man nicht sicher ist, ob Mr. Patterson die Ideen ausgegangen sind oder ob ihm der Abgabetermin bedrohlich im Nacken saß. Auf jeden Fall enttäuscht das Finale von "Honeymoon" auf ganzer Linie. Hat sich James Patterson während der Handlung bemüht ein verwirrendes Szenario aufzubauen, so löst er dies auf den letzten Seiten mit der Holzhammermethode auf. Wichtigster Punkt war wohl zum Ende zu kommen. Das dabei leider die Logik gänzlich verloren ging und auch zu viele offene Fragen bleiben (z.B. Was es mit dem mysteriösen Brief von Noras Mutter auf sich hat), wurde leider billigend in Kauf genommen.

Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 27. Februar 2006

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