Ein junges Mädchen wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Polizei erfuhr
über einen Anruf ihrer besten Freundin von dem Mord und im heißesten Sommer der
Stadt Frankfurt seit Jahrzehnten laufen die Ermittlungen auf Hochtouren an.
Mittendrin die Polizeipsychologin Hannah Roosen, die nach einem traumatischen
Erlebnis die Abteilung wechselt und nun wieder in einer Mühle landet, aus der
sie flüchten wollte. Auch zuhause kriselt es bei ihr, Sohn Ben ist mehr an
seinem Computer anzutreffen als sonstwo und ihrem Ehemann Philipp, der als
Journalist tätig ist, geht Hannah merklich aus dem Weg. Noch dazu, als er einen
Artikel über die Tote und deren Freundin Marina schreibt, die seit der Meldung
an die Polizei spurlos verschwunden ist. Im Zuge der Befragungen stoßen die
Polizisten auf eine Mauer des Schweigens, gebildet von einer mennonitischen
Gemeinde, die aus der ehemaligen Sowjetrepublik Kirgisien ausgewandert ist. Die
Gemeinde, deren Oberhaupt der Vater der ermordeten Jelina ist, lebt in einer
eigenen Welt mit Gesetzen, die aus der Bibel hergeleitet sind. Als bei der
Obduktion festgestellt wird, dass Jelena schwanger war, richten sich die Fragen
auch an den Vater des getöteten Babys, ein russischer Aussiedler, der wegen
mehrerer Vergehen im Gefängnis sitzt.
Fazit
Russische Aussiedler sind in Deutschland nichts besonderes und doch sind sie oft
am Rand der Gesellschaft zu finden, oft weil sie abgeschottet in eigenen
Gemeinschaften leben. Krystyna Kuhn hat mit diesem Buch nicht nur einen
spannenden und einfühlsamen Krimi geschrieben, sondern auch ein Werk vorgelegt,
das mit viel Tiefgang die Probleme dieser Menschen beschreibt.
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