Wie geht dieses Vorurteil doch gleich? Rabenschamanen ziehen Unheil und
Verderben an? Nun, wenn es einen Einzelnen gibt, der dieses Vorurteil begründet
hat, dann ist es sicherlich Spider, der Schamane. Kaum beim Einkaufen, fällt ihm
schon ein Koffer voller gestohlenem High-Tech in die Hände - und schon scheint
halb Seattle hinter ihm her zu sein.
Unter anderen Jade und sein Team, die angeheuert werden, um den Koffer wiederzubeschaffen und Spider eine deutliche Botschaft zu hinterbringen - wahrscheinlich in Blei. Doch vorerst gestaltet sich das schwieriger als erwartet... Spider derweilt taucht bei seinem Kumpel Ali unter - wortwörtlich, denn als Alis Wohnung gesprengt wird, verschwinden die beiden mit Alis geriggtem U-Boot in die Kanalisation. Während sie sich noch mit Peilsendern, engen Kanalschächten und halluzinogenen, magischen Pilzen herumschlagen, ist ihnen die Konkurrenz dicht auf den Fersen. Nach einem Abstecher in Berlin kommt es schließlich zum Showdown in einem Restaurant - doch auf einmal mischen einige Parteien mehr mit, als jeder Einzelne wohl erwartet hätte... Fazit
Kurz gesagt: Klasse-Buch! Petra Prinz hat mit diesem Debutwerk gleich ein
Beinahe-Meisterwerk abgeliefert. Die Erzählweise ist flüssig und interessant,
skurrile Ideen schmücken die Umgebung und sorgen immer wieder für neue Impulse.
Auch die einzelnen Hauptfiguren (sowohl Spider und Ali als auch Jade und sein
Team) sind so schön ausgearbeitet, dass ich das wirklich seltene Gefühl bekam,
dass die Charaktere außerhalb des Buches einfach weiterleben. Ich hoffe, davon
bekommen wir noch einiges zu lesen!
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