Markus Heitz: Schatten über Ulldart

Schatten über Ulldart

Verlag: Piper Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-492-28528-5

Preis: 10,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 24. September 2016]
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Noch so eine Fantasy-Saga, denkt man, wenn man zum ersten Mal von der Ulldart-Reihe hört oder liest.
Diesmal hat man als Leser aber den großen Vorteil, von vornherein zu wissen, wie viele Teile die Reihe umfassen wird - nämlich sechs Stück und dann nochmal drei Stück für die Folgeserie, wenn man das so nennen will. Hört sich nach viel an, aber wenn man erst mal die ersten paar Seiten gelesen hat, wünscht man sich, dass es noch weit mehrere solcher Bücher gibt.

Prinz Lodrik, genauer gesagt Tadc (sprich: Tadsch) Lodrik, ist der Antiheld schlechthin. Überhaupt nicht königlich, sondern faul, ungeschickt und sehr beleibt, frisst er tagelang Kekse in sich rein, ohne ein wirkliches Ziel im Leben zu haben.
Bis ihn sein Vater, der Kabcar, in den Norden schickt, um als Gouverneur eine Provinz zu regieren - aber hallo.
Natürlich hat Lodrik treue Diener, Leibwächter und Vertraute um sich, die ihm bei dieser scheinbar unbewältigbaren Aufgabe beistehen.

Das alleine würde aber für eine spannende Geschichte nicht reichen, drum gibt es auch in dieser fantastischen Saga eine Prophezeiung - von der man sich allerdings nicht ganz sicher sein kann, wie sie ausgelegt werden soll -, wundervolle Wesen, gefährlich, schön oder einfach düster, Gefühle, grausame Herrscher und Charaktere, die von schlicht böse, über nicht ganz durchschaubar bis hin zu total liebenswert reichen.

Für Fantasyfans, die schon genug von ihrem Liebinglingsgenre haben, ist dies genau das Richtige. Absichtlich von den typischen tolkien-haften (also mit Elfen und Zwergen geschmückten) Fantasywelten abweichend, lehnt sich Markus Heitz eher an Russland an - die Namen klingen alle sehr russisch, selbst manche Bräuche wurden übernommen und die Wesen und Götter, die in Ulldart herumschwirren, sind völlig neu und gänzlich der Fantasie des Autors entsprungen.

Vorgeschlagen von Nadine Gemeinböck [Profil]
veröffentlicht am 11. November 2005

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