Er ist ein Idol. Ein Mythos. Ein Rebell. Selbst 50 Jahre haben daran nichts
ändern können. Denn so lange ist es her, dass der Mann, der wie kein anderer
Jugendlichkeit verkörpert, verstorben ist. James Dean fand am 30. September 1955
auf einer staubigen Straße, dem Highway 41, den Tod. Gerade einmal 24 Jahre alt
war er damals, am Anfang einer viel versprechenden Karriere als
Filmschauspieler. Nur drei große Filme hat Dean abgedreht. Der letzte, Giganten,
ist noch nicht einmal in den Kinos angelaufen, als der jugendliche Held stirbt.
Was sich nach seinem Tod abspielt, hat man selbst in Amerika bis dato nicht
gesehen. Ein Fan-Kult seinesgleichen erhebt sich. Die einen vergöttern ihn, die
anderen glauben nicht an seinen Tod. Verkrüppelt soll der Mann, dem sein
liebsten Hobby, das schnelle Autofahren, zum Verhängnis wurde, in einem
Sanatorium leben. Das wird später von anderen, plötzlich verstorbenen
"Helden" auch gesagt. Man denke nur an die Geschichten, die nach dem
Tod des Kings, Elvis, erzählt und geschrieben wurden. Natürlich ist pünktlich
zum 50. Jahrestag James Deans eine neue Biografie auf dem Markt erschienen.
Autor ist Bertrand Meyer-Stabley, der bereits den Lebensgeschichten von Marlon
Brando, Greta Garbo oder Audrey Hepburn nachgespürt hat.
Nun also ist es James Dean, dessen Leben er noch einmal aufrollt. Von der Kinderzeit, die geprägt war von den frühen Tod der geliebten Mutter - ein Verlust, den James Dean übrigens nie verwunden hat - über seine Jugend auf dem Land. Hier wächst er bei Tante und Onkel auf, ein echter Farmerjunge eben. Ein großer Teil des 223 Seiten starken Buches spürt das Werden des Schauspielers James Dean auf. Seine Eigenarten, seine Besessenheit von der Idee, diesen Beruf ergreifen zu wollen. Berichte über stets leere Taschen, ständige Wohnungswechsel und der Suche nach einer Liebe, die es für ihn anscheinend nicht geben kann. Natürlich spricht der Biograf auch die Beziehungen des jungen Schauspielers an. Ist er heterosexuell, ist er homosexuell? Eine Antwort darauf kann auch Meyer-Stabley nicht geben. Muss er auch nicht. Fazit
Denn selbst diese Antwort würde nichts an dem ändern, was man seit mehr als fünf
Jahrzehnten über Dean denkt: er war einer von denen, die man nie vergisst!
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