Als Veronica Tremain vom Tod ihres Bruders Scott und seiner Freundin erfährt,
beginnt ein wahrer Albtraum. Schnell kommt Veronica dahinter, dass die beiden
ermordet wurden, denn Scott wollte ein uraltes Geheimnis der
Menschheitsgeschichte lösen und hat Veronica kurz vor seinem Tod noch ein paar
Anweisungen hinterlassen. An einem geheimen Ort trifft sie auf Bryce Johnson,
einem Freund ihres Bruders und Scotts Sohn Abel. Doch Veronica muss schnell
erkennen, dass nicht nur sie die beiden entdeckt hat, sondern auch jemand, der
Scotts Sohn Abel unter allen Umstände in seine Gewalt bringen will.
Mit "Der Schatten Gottes" legt das Anthropologenpaar W.Michael und Kathleen Gear einen anfangs äußerst interessanten Wissenschaftsthriller vor. Leider lässt der Roman im weiteren Verlauf deutlich nach. Dabei sind es nicht einmal die wissenschaftlichen Zusammenhänge, die den Lesespaß bremsen, sondern die Tatsache, dass die beiden Autoren einfach vergessen haben, etwas Spannung in die Geschichte zu bringen. Die Flucht von Veronica, Bryce und Abel ist ziemlich zäh, zumal das Geheimnis des Jungen bereits nach gut der Hälfte gelüftet wird. Mit sechshundertzwanzig Seiten ist "Der Schatten Gottes" einfach zu dick. Die Hälfte des Umfangs hatte sicherlich ausgereicht, um den Roman flotter und spannender zu machen. Fazit
Gute Ansätze sind sicherlich vorhanden, doch die Klasse von Michael Crichton
oder Preston/Child erreichen die beiden Autoren mit diesem Roman nicht.
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