Die Hoffnung, dass sich im Windschatten der Frauenbewegung ein neues
Männerbewusstsein bilden würde, hat sich nicht erfüllt. Lebensgefährliche
Trendsportarten und eine hohe Selbstmordrate sind nicht nur in Australien die
Folge fehlender gesellschaftlicher Anerkennung für Männer und ihrer unerfüllten
Wünsche nach Nähe. Der Fernseh-Mann wird oft als Trottel dargestellt, der
berufstätige Mann sieht oft zu spät ein, dass Erfolg und Besitz nicht zu innerer
Stabilität führen.
Der Autor trauert den "guten alten Zeiten" nach, als Handwerksmeister ihre Rolle als Familienoberhaupt ausfüllten und für alle Mitglieder des Haushalts sorgten. Ältere Männer sollten wieder ihre "Zeus-Qualitäten" zum Nutzen aller einbringen, Männer sich gegenseitig "bevatern", schlägt der Autor vor. Biddulph stellt die Vatertypen: Tyrann, Nörgler, Schlaffi und abwesender Karrierevater vor. Junge Männer erfahren heute ihre Grenzen nicht mehr durch andere Männer einer (Dorf-)Gemeinschaft, sondern erst durch den Zusammenstoß mit der Polizei. Der Autor fordert, den männliche Nachwuchs in Schule und Erziehung nicht mehr zu vernachlässigen. Bidddulph lebt als Familientherapeut in Australien, er lehrt in Seminaren und Männergruppen die Versöhnung zwischen Vätern und Söhnen. Mit Kontaktadressen für Deutschland, Österreich und die Schweiz im Anhang. Fazit
Biddulphs Vorstellung "Man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu
erziehen" kann Lösungen für den bei uns beklagten Erziehungsnotstand
liefern. Die Ansichten eines Autors von der anderen Seite des Globus lassen uns
"über den Tellerrand sehen".
weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez1619.htm Vorgeschlagen von Helga Buss
[Profil] | ||||
© by Buchtips.net 2002 - 2008 - Kontakt hosted by bw-networx | supporting gospelBlog.de Statistik: Besucher gesamt seit 22.08.2005: 572.907 gerade online: 28 | ||||