Der junge Inder Arjun Mehta glaubte, eine feste Stelle in den USA und eine
Greencard ergattert zu haben, doch stattdessen war er einer dubiosen
Leiharbeitsfirma in die Hände gefallen. Als er endlich eine halbwegs sichere
Stelle in einer Software-Firma findet, ist er schon bald von Kündigung und
Ausweisung bedroht.
Die Sprachlosigkeit und die kulturellen Barrieren in der Beziehung zwischen Arjun und seiner Kollegin Chris illustrieren die allseits belächelte amerikanische Ignoranz. Arjuns Versuche in Amerika Fuß zu fassen scheinen von Anfang an aussichtslos. Von seinen Kollegen, die nur für ihre Rechnern leben, ist keine Hilfe im Alltags-Chaos zu erwarten. Da Arjuns Familie sich schon mit dem erfolgreichen Sohn in Amerika gebrüstet hat, wagt er nicht, erfolglos und geschlagen nach Indien zurück zu kehren. Er programmiert das Computer-Virus Leela, genannt nach einer bekannten indischen Schauspielerin. Doch Grayday, der Zusammenbruch aller Datennetze, bringt seiner Firma keine Aufträge, sondern stört empfindlich die Kreise ein paar reicher und unnützer Weißer. Arjun wird zum meist gesuchten Verbrecher. Kunzru beschreibt fesselnd und ironisch die Konfrontation zwischen dem braven, behütet aufgewachsenen Arjun und dem gnadenlosen "American way of life". Allein die Vorstellung eines jungen Mannes, der nicht Auto fährt und sich in den USA zu Fuß und per Greyhound-Bus vorwärts bewegen muß, ist schon umwerfend komisch. Hari Kunzru wurde 1969 als Sohn einer Engländerin und eines Inders geboren und lebt in London. Fazit
Kunzru entlarvt gnadenlos die rechtlose Situation der Arbeitsnomaden unserer
globalisierten Welt. Anfang und rasanter Schluss des Buches haben mir gut gefallen, nicht aber die quälend-langatmige Darstellung der englischen und indischen Beteiligten im mittleren Teil. weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez1616.htm weiterführende Links:
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