Jeffery Deaver: Der faule Henker

Der faule Henker

Verlag: Blanvalet Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-7645-0179-2

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Ein junges Mädchen stirbt qualvoll in einer New Yorker Musikschule. Als die Polizei den Mörder stellen will, flieht dieser in einen fensterlosen Raum - und verschwindet. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Wie konnte der Mörder aus einem Raum ohne Ausweg entkommen? Doch damit nicht genug. Nach wenigen Stunden schlägt der Mörder ein weiteres Mal zu. Und wieder kopiert er eine Darbietung eines bekannten Illusionisten. Lincoln Rhyme und Amelia Sachs übernehmen die Ermittlungen in diesem kniffligen Fall und holen sich Hilfe bei der jungen Zauberkünstlerin Kara, die den ersten Mord als die berühmte Entfesselungsnummer "Der faule Henker" von Harry Houdini identifiziert. Rhyme und Sachs müssen bei ihrer Spurensuche mehr und mehr in die Welt der Illusionisten eintauchen, um zu verhindern, dass der Mörder seinen perfiden Plan in die Tat umsetzten kann.

Nach dem letzten, etwas schwächeren Lincoln-Rhyme-Roman "Das Gesicht des Drachen" ist Jeffery Deaver mit dieser Katz-und-Maus-Jagd der bisher beste Teil der Serie gelungen. War bisher James Patterson der ungekrönte König der überraschenden Wendungen, so stellt Jeffery Deaver mit diesem Roman eindrucksvoll unter Beweis, dass er diese Kunst inzwischen genauso gut beherrscht. Immer wenn man als Leser denkt, hinter die Wahrheit gekommen zu sein, schlägt Deaver einen Haken und wirft alles wieder über Bord. Die Recherche zu diesem Roman muss den amerikanischen Starautoren derart beflügelt haben, dass man sich beim Lesen stellenweise wie in einer Show von David Copperfield vorkommt. Mit offenem Mund staunt man darüber, dass man wieder einmal in eine Falle des Autoren getappt ist. Natürlich erfährt der Leser auch wieder etwas über die Methoden des Spurenermittlers Lincoln Rhyme, obwohl die technischen Aspekte seiner Arbeit diesmal nicht mehr so ausführlich dargestellt werden, wie noch in den ersten Teilen "Der Knochensammler" oder "Letzter Tanz".
Fazit
Nichts ist so wie es scheint. Selbst äußerst geübte Thriller-Fans wird es nicht gelingen, die wahren Hintergründe von Deavers verschachtelter Handlung zu lösen. "Der faule Henker" ist der bisherige Höhepunkt der schon vorher guten Lincoln-Rhyme-Reihe.
10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 05. Juli 2005

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