Philip Kerr: Die Kinder des Dschinn - das Akhenaten-Abenteuer

Die Kinder des Dschinn - das Akhenaten-Abenteuer

Verlag: Oetinger Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Jugendroman
ISBN-13 978-3-7891-4020-4

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Was ist heutzutage normal? Bis vor einigen Jahren hätte man für den Beginn des neuen Jahrtausends sicherlich nicht einen Hype von Zauberromanen vorausgesagt, aber Harry Potter hat die Jugendliteratur-Landschaft mächtig auf den Kopf gestellt. Nicht mehr Hanni und Nanni, Die drei??? oder TKKG sind die gefragten Jugendbücher, nein, Bücher von Eoin Colfer und Rowling stehen auf den Leselisten. Der bekannte Krimi- und Thrillerautor Philip Kerr hat sich mit dem "Akhenaten-Abenteuer", dem Auftakt zu Reihe "Die Kinder des Dschinn" auch an diesem Genre versucht.

Die Story beginnt in New York, wo John und Philippa, Zwillinge im Alter von zwölf Jahren, leben. Wie jedes Jahr vor den Sommerferien haben die beiden einen Zahnarzttermin, der in diesem Jahr besonders unglücklich ausfällt: Beiden sollen alle vier Weisheitszähne gezogen werden. Hinterher ist nicht wie vorher, denn komische Dinge spielen sich ab: Beide haben während der Narkose von ihrem Onkel Nimrod geträumt, der sie für die Sommerferien nach London einlädt. Hmm, in einem Traum eingeladen zu werden, heißt noch nichts. Dass beide Geschwister denselben Traum haben, okay, das ist vielleicht auch noch ein großer Zufall. Doch dass sie bei einem Telefonat mit ihrem Onkel, zu dem sie jahrelang keinen Kontakt hatten, erfahren, dass er sich schon sehr auf die beiden freut, ist doch reichlich merkwürdig. Im Flugzeug setzen sich die Seltsamkeiten fort: Die neben Philippa sitzenden Gäste verschwinden während des Fluges und tauchen in ihrem Heimatort wieder auf - und das nur, weil sie sich wünschten, wieder daheim zu sein. Onkel Nimrod kann das Geheimnis jedoch lüften: Die beiden sind Dschinn und haben Zauberkräfte. Dass diese aber nicht nur positive Nebenwirkungen haben, wird John und Philippa schnell klar, denn ratzfatz stecken sie mitten in einem rasanten Abenteuer fest, dessen Erfolg oder Misserfolg auch das Leben der restlichen Menschheit beeinflusst. Es gibt böse und gute Dschinn, deren Zahlenverhältnis so gut wie ausgeglichen sein sollte. Wenn aber die bösen Ifrit nun die seit Jahrtausenden verschwundenen und lange gesuchten 70 Dschinn des Pharaos Akhenaten vor den guten Dschinn finden und auf ihre Seite ziehen, ist das Gute verloren...
Fazit
Spannung pur verspricht das blaue, fast 400 Seiten dicke Buch. Die Filmrechte sind schon an Hollywood verkauft, und nicht zu unrecht wird "Das Akhenaten-Abenteuer" schon jetzt als Buch zum Film bezeichnet, denn lang hält die Spannung nicht an. Den Charakteren fehlt es komplett an Persönlichkeit, und die äußerliche Beschreibung im ersten Kapitel - nach dem Prolog - gibt dem ganzen noch mehr den Anschein eines ausformulierten Drehbuchs.

Vorgeschlagen von Nico Haase [Profil]
veröffentlicht am 07. Mai 2005

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