Seelensuche
Die bekannte Autorin stellt in dem Buch ihre autobiographische Lebenseindrücke dar. Ihr Garten ist ein wichtiger Teil davon. Er repräsentiert die Schönheit der Natur Gottes. Aber es gibt kein Paradies auf Erden, das nicht auch einen Wermutstropfen, einen Pfahl im Fleische enthält. Bei der Autorin ist dies eine schwierige in der unmittelbaren Nachbarschaft lebenden Frau. Die Auseinandersetzungen finden größtenteils im Kopf von Frau Kubitschek statt. Die Schilderungen sind nicht chronologisch. Mal in der nahen Vergangenheit, mal zurück in ihren frühen Kindheitserinnerungen springt sie wie ein Feldhase zu der wichtigen Flucht in den Westen und damit verbunden, die Trennung von Mutter und Geschwistern, zur ersten vorsichtigen Bühnenversuchen, zu Liebesglück und Liebesleid. Der Leser erfährt viel über Frau Kubitschek, vielleicht mehr als manche Biographie preisgibt. Breiter Raum nimmt die Pilgerreise nach Santiago de Compostela ein. Ähnlich wie die vorangegangenen Teile des Buches wird dieser Weg an wichtigen Stationen festgemacht. Die Annäherung an Gott ist eben kein gerader Weg. Doch am Ende steht ein in sich ruhender Mensch, der die Welt und sich selbst ein wenig besser versteht. Fazit
Das Buch ist unterhaltsam geschrieben. In zahlreiche Gedanken wird der Leser
auch sich selbst wiedererkennen. Gespräche mit Pan und mit Gott müssen kein
auszuschließender Widerspruch sein. Mutig wie die Autorin auch sehr intime
schmerzhafte Gefühle aufgreift und nachvollziehbar verarbeitet. Kein lautes,
sondern ein leises angenehmes Buch für stille Stunden.
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